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Spielberichte Rückrunde 2005/2006

Datum Spielpaarung Resultat
15.04.2006 Laupen - Bolligen 3 : 4
22.04.2006 Espana - Laupen 3 : 0
29.04.2006 Laupen - Italiana 2 : 8
06.05.06 Zollikofen - Laupen 3 : 0
20.05.06 Laupen - Kirchberg 4 : 2
27.05.06 Laupen - Flamatt 0 : 2
     
     

FC Laupen - FC Kirchberg 4:2 (1:0)

SR: Idrizi (Bern)
Gillenau: 45 Zuschauer
Tore: 18. Luginbühl 1:0, 47. Müller 2:0, 69. Treuthardt 3:0, 79. D. Holzer 4:0, 83. 4:1, 87. 4:2

Laupen: Geissbühler; Binggeli, C. Holzer, Udry, Wälchli; Merz, Müller (76. Stettler), Luginbühl, Jüni; Vuillème (66. Treuthardt), D. Holzer

Bemerkungen: Laupen ohne Benninger, Kurmann, Stämpfli (Ferien), Schwab, Sorg (alle verletzt); Cornerverhältnis 0:8; Verwarnungen: 23. Binggeli (Grobes Spiel), 44. Wälchli (Grobes Spiel), 45. Merz (Reklamieren), 45. Kirchberg (Unsportlichkeit), 65. Vuillème (unsportliches Verhalten), 93. Kirchberg (Grobes Spiel); Pfostenschüsse: 23. Geissbühler lenkt Kirchberg-Elfer an den Pfosten, 81. Kirchberg

Effizientes Laupen
Endlich! Die lange Durststrecke des FC Laupen 3 ist beendet! Gegen das drittplatzierte Kirchberg haben die Westberner ihre beste Leistung der Rückrunde gezeigt. Besonders der gebeutelte Geissbühler hat seine Kritiker Lügen gestraft, dank seinen mirakulösen Paraden fand das Team auf die Siegestrasse zurück.

RB: Starker Westwind, einzelne Regenschauer und sonnige Abschnitte - wechselhafte Verhältnisse, die im übertragenen Sinne auch auf die Leistungen der Laupener übertragen werden können. Doch gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte schien ein Punktgewinn eher unrealistisch, zu oft mussten sich die Sensetaler in dieser Saison geschlagen geben. Zu Beginn sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, die meisten Offensivaktionen wurden im Mittelfeld neutralisiert. Das Zentrum mit Müller und Luginbühl machte einen stabilen Eindruck und half mit, die Defensive zu entlasten. In der 18. Minute sah Schiri Idrizi einen Fehler des Goalie von Kirchberg, der anschliessend flach getretene Freistoss (18 Meter) von Luginbühl fand den Weg ins Tor. Eine Unkonzentriertheit von Merz, er konnte seinen Gegenspieler nur mit einem Foul stoppen, führte zu einer gefährlichen Situation vor Geissbühler. Der Laupener Torwart, in den vorherigen Spielen unglücklich agierend, parierte den Elfmeter! Kurze Zeit später lenkte er einen präzisen Weitschuss der Emmentaler über das Tor. Diese Aktionen beflügelten die Feldspieler, sie glaubten nun umso mehr an eine Überraschung.

In der Folge flachte die Partie aber ab, Höhepunkte gab es nur wenige. Merz versuchte mit einem Weitschuss die Führung zu erhöhen, kurz vor der Pause vergaben die Kirchberger den sicher geglaubten Ausgleich. Die Führung der Rot-Schwarzen ging aber in Ordnung, sie hatten die Gäste mehrheitlich unter Kontrolle.

Nach dem Pausentee musste ein Sturmlauf der Emmentaler erwartet werden, doch bereits nach zwei Minuten wurden ihre Bemühungen jäh unterbrochen. Nach einem gekonnten Zuspiel konnte Müller auf das Tor ziehen, seinen letzten Begleiter schüttelte er mir einer schönen Finte ab und traf aus 14 Meter mit einem satten Schuss das Tor. Ein wunderschöner Treffer der Leihgabe der zweiten Mannschaft, der überschwängliche Jubel war mehr als berechtigt. Das 2:0 hatte einen vorentscheidenden Charakter, die Gäste machten nicht den Anschein, die Partei noch wenden zu können, Wiederum neutralisierten sich die beiden Teams in der Mittelzone, die gefestigte Abwehr des Heimteam liess die Kirchberger immer wieder ins Abseits laufen. Treuthardt konnte eine ausgezeichnete Flanke von Merz zum 3:0 verwerten. Ein gelungener Einstand des Youngsters, der nur drei Minuten vorher für Vuillème den Platz betreten konnte. Das Tor widersprach dem Spielgeschehen, denn die Gäste waren sichtlich bemüht, den Anschlusstreffer zu realisieren. "Arbeitsbiene" Daniel Holzer konnte seine vorzügliche Leistung mit einem Tor krönen, der umtriebige Stürmer setzte die Abwehr von Kirchberg immer wieder unter Druck und zwang sie zu Fehler. Nach dem 4:0 leisteten sich die Westberner wie in den vergangenen Partien zu viele Fehlpässe, welche die Emmentaler eiskalt ausnutzten und das Skore so dennoch verbessern konnten.

Die ersten Punkte der Rückrunde konnten sich die Laupener dank einer generösen Mannschaftsleistung und viel Disziplin gutschreiben lassen. Sie spielten endlich jenes Spiel, dass sie bereits früher auszeichnete. Einfache, aber genaue Zuspiele, mit viel Torgefahr beim Spiel über die Flügel sowie eine hervorragende Chancenauswertung. Zudem zeigte Geissbühler eine grossartige Partie, seine Formkurve zeigt steil nach oben. Die Abwehr präsentierte sich gut organisiert, die Gäste konnten die Abseitsfalle der Gillenau-Elf fast nie austricksen. Die Chancen, den letzten Tabellenrang doch noch abgeben zu können, sind markant gestiegen, doch dazu müssen die Sensetaler noch weitere Klasseleistungen auf den grünen Rasen zaubern!

 

FC Laupen - AS Italiana Berna 2:8 (0:3)

Gillenau: 40 Zuschauer
SR: Beck (Neuenegg)
Tore: 24. 0:1, 28. 0:2, 38. 0:3, 52. 0:4, 59. 1:4 Treuthardt, 65. 1:5, 66. 1:6, 68. Treuthardt 2:6, 72. 2:7, 79. 2:8

Laupen: Geissbühler; Binggeli (76. Holzer), Sommer, Stämpfli, Wälchli; Merz, Kurmann (70. Benninger), Luginbühl, Schwab (53. Vuillème); Treuthardt, Ziöjren

Laupen ohne Sorg, Udry (beide verletzt), Stettler (Ferien)

Bemerkungen: Cornerverhältnis 5:6; 76. Gelbe Karte Italiana (Foul); 44. Pfostenschuss Treuthardt; 74. Pfostenschuss Italiana

Katastrophales Heimteam!
Die leise Aufbruchstimmung wurde brutal unterbrochen. Die Laupener zeigten eine dramatisch schlechte Partie. Einziger Lichtblick war das Debüt des 17-jährigen Claudio Treuthardt. Die "Aktie FC Laupen 3" ist auf ihrem Tiefpunkt angelangt!

RB: Nach einer guten Leistung eine Woche zuvor in Bern rechneten sich die Laupener gute Chancen aus, zu Punkten zukommen, zumal sie in der Vorrunde ein Unentschieden erreichten. Die Italo-Berner, mit einem mässigem Start in die Rückrunde, schienen nach der Niederlage gegen Belp verunsichert zu sein. Die Sensetaler begannen die Partie mit einigen Offensivaktionen, doch wirkliche Torgefahr entstand nur beim Sololauf von Ziörjen, sein Abschluss vermochte den gegnerischen Torhüter nicht zu beeindrucken. Unerklärlich bleibt, weshalb sich die Westberner immer wieder die gleichen Fehler leisten. Nach ungenügender Deckungsarbeit von Luginbühl erzielte der Spielmacher der Stadtberner mit einem gefühlvollen Kopfball das 0:1. Der frühe Führungstreffer warf das Heimteam völlig aus dem Konzept, oft wurden die Bälle unkontrolliert weggeschlagen, das Mittelfeld gestand dem Gegner zu viel Raum zu, der sich nahezu ungestört durch die Reihen der Laupener kombinieren konnte. Weitere Gegentreffer waren die Folge, aber dem zweiten Treffer der Gäste ging ein klares Offiside voraus. Beim Heimteam schien die Hoffnung auf Punkte entschwunden zu sein, einzig der Pfostentreffer von Treuthardt rüttelte an der tiefen Lethargie der Sensetaler. Nur zu Beginn der ersten Halbzeit vermochten die Laupener die Gäste zu fordern, das Mittelfeld versagte danach vollends. In der zweiten Halbzeit hiess die Devise "Wiedergutmachung". Leider war dieses Unterfangen von wenig Erfolg gekrönt, da unnötige Ballverluste im zentralen Mittelfeld zu gefährlichen Kontern der Gäste führte. Nach 56. Minuten war die Partie entschieden, nach einem zügigem Angriff hatte der Stürmer der Gäste kein Problem, das 0:4 zu erzielen. Der Junior Treuthardt stemmte sich gegen die drohende Niederlage und erzielte bei seinem erst zweiten Einsatz bei den Aktiven das 1:4. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison waren desolate 15 Minuten die (Mit-)Ursache für eine Kanterniederlage. Die Italo-Berner fingen überhastete Angriffe der Laupener ab und lancierten ihre schnellen Stürmer mit langen, in die Tiefe gespielten Bällen. Die bedauernswerten Abwehrspieler hatten keine Chance, Torhüter Geissbühler sah bei einigen Gegentreffern unglücklich aus. Es folgte eine Demontage des Heimteams, jeder Schuss fand den Weg ins Tor. Auch der eingewechselte Mittelfeldstratege Benninger konnte das Debakel nicht verhindern, die Mannschaft fiel komplett auseinander. Die Kanterniederlage lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen, die Laupener tun gut daran, sich vermehrt aufs Verteidigen zu konzentrieren. Zugegeben, jedes Spiel mit einer anderen Elf zu beginnen erleichtert die Aufgabe der Laupener nicht. Weshalb die Gillenau-Elf ihre Fehlerquote derart in die Höhe schnellen liess, bleibt ein grosses Rätsel. Das Mittelfeld bleibt die Schlüsselstelle der Westberner, ein Ausfall wie gegen Italiana führt zum Kollaps des Teams. Die mangelnde Bereitschaft Räume für die anderen Mitspieler zu schaffen, wird Punktgewinne in den nächsten Runden verunmöglichen. Einzig Treuthardt und Wälchli vermochten am Samstag zu überzeugen, doch im Fussball sind 11 Spieler nötig, um ein Spiel gewinnen zu können.

 

CF Espana - FC Laupen 3:0 (0:0)

Weissenstein: 40 Zuschauer
SR: Driussi (Kehrsatz)
Tore: 54. 1:0, 75. 2:0, 85. 3:0

Laupen: Geissbühler; Binggeli (70. C. Holzer), Udry, Benninger, Wälchli; Merz, Kurmann, Luginbühl, Schwab; D. Holzer, Vuillème

Laupen ohne Sorg (verletzt), Stämpfli, Stettler (beide abwesend), Scheidegger nicht eingesetzt (angeschlagen)

Bemerkungen: Cornerverhältnis 1:4 Keine Karten!

Zu hohe Niederlage
Eine disziplinierte Leistung der Laupener wurde nicht mit Punkten belohnt. Zwei Torhüterfehler besiegelten die Niederlage der Gäste, die mit ihrem beherzten Auftritt die Zuschauer überraschten.

RB: Die Kräfteverhältnisse waren vor der Partie eindeutig aufgeteilt, nach dem 8:1 Kantersieg in der Vorrunde galt Espana als klarer Favorit. Bei den Gästen spielte seit langer Zeit Benninger wieder im Abwehrzentrum, der nun mithalf, die Defensive zu stabilisieren. Die Stadtberner kamen mit der aufsässigen Spielweise der Sensetaler nicht zurecht. Die Gäste machten die Räume eng, sie liessen die ballverliebten Südländer nicht ins Spiel kommen. So entwickelte sich eine wenig spektakuläre erste Halbzeit. Die grösste Tormöglichkeit konnte Luginbühl verzeichnen, der mit einem Corner nur die Latte traf. Selten sah man die Laupener Elf so konzentriert und diszipliniert spielen. Der Mannschaft wurde bewusst, dass mit einer geschlossen Mannschaftsleistung auch spielerisch überlegene Gegner schlagbar sein können. Die Chance auf eine Überraschung verschaffte den Laupener Flügel, jeder Akteur konnte sein Potential vollends ausschöpfen. In den Zuschauerreihen war ein Raunen zu verzeichnen, niemand rechnete mit einer solch ausgeglichenen Partie. Die Gäste nahmen den Schwung der ersten Halbzeit mit in die zweiten 45 Minuten. Luginbühl und Merz hatten sogar die Möglichkeit, ihr Team in Führung zu schiessen. In der 54. Minute flog ein harmloser Ball in Richtung Goalie Geissbühler, doch zum Entsetzen seiner Teamkameraden liess er den Ball ins Tor gleiten. Durch diesen Fehler wurde die Taktik der Sensetaler wertlos, sie konnten sich nicht mehr auf das Verteidigen des Resultats beschränken. Die Angriffsbemühungen der Laupener verschafften dem Heimteam Kontermöglichkeiten, doch eine Vorentscheidung blieb vorerst aus. In der 75. Minute war wiederum Geissbühler im Zentrum des Geschehens, ein hoher Ball im Fünfmeterraum vermochte der Torwart nicht unter Kontrolle zu bringen, das vorentscheidende 2:0 war Tatsache. Espana kontrollierte nun das Spiel, nur selten konnten sich die Angreifer von Laupen in Szene setzen. Ein mustergültiger Konter führte zum 3:0 Endstand, eine Niederlage, die aus der Sicht der Gäste hätte vermieden werden können. Die Westberner dürfen trotz der Niederlage mit guten Gewissen auf die Partie zurückblicken. Kampf, Einsatz und der Glaube an einen Erfolg ermöglichten eine hervorragende Mannschaftsleistung. Die Stadtberner besassen zwar die besseren Individualisten, doch dieses Manko machten die Sensetaler durch ihren Willen wett. Eine Missgeschick und eine Unsicherheit des Torhüters (er vergass seine Mütze!) führte schliesslich zur unglücklichen Niederlage, doch bleibt auch der Sturm ein Sorgenkind der dritten Mannschaft von Laupen.

 

FC Laupen - FC Bolligen 3:4 (0:3)

Gillenau: 30 Zuschauer
SR: Idrizi (Bern)
Tore: 7. 0:1, 21. 0:2, 36. 0:3, 46. 1:3 R. Luginbühl 1:3, 58. Holzer 2:3 (Penalty), 70. 2:4, 90. Saliaj 3:4

Laupen: Gerber; Holzer, Udry, Stämpfli, Merz; Schwab (37. Scheidegger), Benninger, Müller, Saliaj; R. Luginbühl, Perreira (70. Vuillème)

Laupen ohne Sorg (verletzt), Binggeli, Geissbühler, Kurmann, M. Luginbühl, Stettler, Wälchli (alle abwesend)

Bemerkungen: Cornerverhältnis: 5:2; 37. Schwab verletzt ausgeschieden

Verwarnungen: 76. Müller, 85. Bolligen

Drei Fehler zuviel!
Bei glitschigen Verhältnissen eröffnete Schiedsrichter Idrizi um 15. 30 Uhr die Rückrunde des FC Laupen 3. Trotz aller Bemühungen mussten sich die Sensetaler aufgrund krasser individueller Fehler geschlagen geben.

RB: Die äusseren Bedingungen luden die Zuschauer nicht in Scharen in die Gillenau, doch sollten sie ihr Fehlen bereuen. Die Laupener schienen bereit, die Schmach der Hinrunde (0:6) korrigieren zu wollen. Schon nach 2. Minuten stand Luginbühl viel versprechend vor dem gegnerischen Torhüter, doch konnte er seine Chance nicht verwerten. In der 7. Minute nahm das Unheil für das Heimteam seinen Anfang, Goalie Gerber wollte als letzter Mann zu einem Dribbling ansetzen, er verlor jedoch das runde Leder und der Stürmer der Ostberner hatte keine Mühe, den Führungstreffer zu markieren. Die Laupener liessen sich nicht beirren und kamen in der Folge zu mehreren Möglichkeiten, sie blieben aber ungenutzt. Nach gut 22 Minuten konnten Udry und Gerber nicht klären, wiederum führte der Aussetzer des Heimteam zu einem Gegentreffer - 0:2. Das zweite Gegengoal schien die Westberner aus dem Konzept zu werfen, einfachste Bälle fanden ihren Adressaten nicht mehr, das Spiel über die Flügel erlahmte vollends. So war es nicht verwunderlich, das wiederum ein Fehler in der Hintermannschaft zum brutalen 0:3 führte. Zur Pause glaubten nur wenige an eine Rückkehr der Laupener, obwohl ihr Spiel in den ersten 45 Minuten im Gesamten nicht als ungenügend einzustufen war. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung rückte Scheidegger in die Innenverteidigung, Merz wurde ins rechte Mittelfeld versetzt. Genau dieser Merz zeigte eine herzerfrischende Leistung, immer wieder konnte er über die rechte Seite durchbrechen, doch die mangelnde Coolness verwehrte ihm einen Torerfolg. Der quirlige Luginbühl nützte die erste Chance in der zweiten Halbzeit zum ersten Treffer der Laupener aus. Das Heimteam glaubte nun wieder an seine Chance, sie drückte die Bolliger Mannschaft stark in ihre Platzhälfte zurück. In der 57. Minute konnte Merz nur noch mittels Foul gebremst werden, den anschliessenden Strafstoss verwertete Holzer souverän. Nun war die Spannung definitiv zurückgekehrt, mit Vehemenz suchte Laupen den Ausgleichstreffer. Doch auch aus aussichtsreichster Position konnten die Offensivabteilung den dritten Treffer nicht realisieren, im Gegenteil, mit einem Konter erzielten die Ostberner das entscheidende 2:4. Das Heimteam wollte sich nicht geschlagen geben, kämpfte verbissen um seine Chance, aber wie so oft fehlte ihnen das Glück. In der Nachspielzeit erzielte Saliaj das hochverdiente 3:4, doch wog die Hypothek aus der ersten Halbzeit zu schwer, um einem Punktgewinn zu realisieren. Wieder schafften es die Laupener nicht, einen Match ohne gravierende Fehler zu absolvieren. Die Hintermannschaft vermochte sich nach groben Schnitzern in der zweiten Halbzeit gewaltig zu steigern. Torhüter Gerber spielte den Part des Liberos, so gelang es, den Gegner stark unter Druck zu setzen. In Zukunft müssen die Laupener ihre Torchancen konsequenter nutzen, doch wichtiger scheint der Glaube an ihre Möglichkeiten, auch wenn sich das Team im Rückstand befindet. Das Heimteam zeigte gute Ansätze (Merz brillierte mit einer vorzüglichen Leistung), aber insbesondere auch Moral, einen 0:3 Rückstand wettmachen zu wollen. Am kommenden Samstag bietet sich den Sensetalern eine neue Möglichkeit, eine Schmach aus der Vorrunde vergessen zu machen. Espana besiegte Laupen im vergangenen Oktober mit 1:8!

 

 

 

Spielberichte Vorrunde 2005/2006

Datum Spielpaarung Resultat
20.08.05 Belp - Laupen 3 : 3
27.08.05 Laupen - Bethlehem 2 : 1
31.08.05 Flamatt - Laupen 8 : 1
03.09.05 Laupen - Goldstern 2 : 2
10.09.05 Bolligen - Laupen 6 : 0
24.09.05 Italiana - Laupen 2 : 2
01.10.05 Laupen - Zollikofen 4 : 7
09.10.05 Kirchberg - Laupen 4 : 2
15.10.05 Laupen - Espana 1 : 8

Belp - FC Laupen 3:3 (3:2)

Giessenbad: 20 Zuschauer
SR: Naim (Unterseen)
Tore: 5. 1:0, 20. 2:0, 30. Bovey (Sa. Müller), 38. 3:1, 41. St. Müller 3:2, 58. Tschan (Jüni)

Laupen: Geissbühler; Wälchli, Binggeli, Gerber, Merz; Jüni, Bovey, Tschan, Schwab ( 55. Ziörjen); Sa. Müller, St. Müller

Laupen ohne Sorg (verletzt), Kurmann, Udry (beide abwesend), Stämpfli, Stulz (Ferien), Benninger, A. Müller, Scheidegger (alle gesperrt), A. Rüfenacht, D. Rüfenacht, Stettler (alle nicht im Aufgebot)

Verwarnungen: 48. Sa. Müller (Reklamieren) 74. Ziörjen (Foul)
Cornerverhältnis: 4:3

Geglückter Auftakt
Ein Spiel mit hoher 5.Liga-Intensität endete mit einem gerechten Unentschieden. Trotz optischer Überlegenheit mussten die Sensetaler am Schluss um ihren Punkt zittern.

RB: Nach einer gelungenen Vorbereitungsphase reisten die Laupener mit viel Selbstvertrauen ins Gürbetal. Die Absenz von Benninger, Stämpfli und Udry bereiteten dem Coach Kopfschmerzen, doch die Abwehr erfüllte ihre Aufgabe nach einigen Startschwierigkeiten vorzüglich. Dafür besass die Equipe von Trainer Blunier ein beeindruckendes Offensivpotential, das sie im Verlauf der Partie anwenden konnte. Bereits nach dem Anpfiff übernahmen die Gäste sofort das Spieldiktat, die Belper blieben aber mit ihren Kontern stets gefährlich. Der erste Anlauf auf das Tor von Geissbühler führte zum Führungstreffer des Heimteam. Nach einem weiten Abschlag sprang der Ball nach einer Bodenberührung vor die Füsse des Belper Angreifers, Gerber und Geissbühler konnten den Gegentreffer nicht verhindern. Die Westberner liessen ihre Köpfe nicht hängen, sie wollten so schnell als möglich den Ausgleich erzielen. Ein Freistoss aus 20 Metern glitschte dem unglücklichen Laupener Goalie über die Hände, der zweite Treffer wurde Tatsache. Die Gäste zeigten Moral, der zweite Gegentreffer liess keine Lethargie aufkommen. Eine feine Ballstafette über die Aussenbahn führte zum verdienten Treffer der Westberner. Bovey lenkte eine schöne Flanke von Jüni ins Tor. Ein offsideverdächtiger Konter nützte das Heimteam eiskalt aus und ging erneut mit zwei Toren Differenz in Führung. Mit einem fantastischen Freistoss aus 20 Metern konnte der Neuzugang Stefan Müller den Anschlusstreffer erzielen, die Laupener glaubten umso mehr an ihre Chance. Die spärlich erschienen Zuschauer sahen eine gute erste Halbzeit beider Teams, der weitere Verlauf der Partie schien relativ offen. Die Übermacht im Mittelfeld lag in den Füssen der Laupener, obwohl das Heimteam mit 5 Spielern in der Mitte agierte. Der brillante Tschan krönte seine Leistung mit einem herrlichen Kopftor, der Flankenball stammte wieder von Jüni. Das Flügelspiel ist in der 5. Liga ein probates Mittel, um zum Torerfolg zu kommen. Die Laupener sollten nur dem Mut haben, vermehrt diese Spielweise anzuwenden. In der Folge blieben die Gäste spielbestimmend, doch konnten sie ihre Chancen wie in der vergangenen Saison nicht verwerten. Die Belper wurden immer wieder durch schnell ausgetragenen Konter gefährlich, doch Geissbühler konnte einen Gegentreffer verhindern. Mit einem Schlussspurt wollten die Sensetaler den Sieg nach Laupen holen, doch die letzten Bemühungen führten zu keinem positiven Resultat. Im Gegenteil, in der Nachspielzeit konnten Gerber und Geissbühler im letzten Moment die drohende Niederlage abwenden. Das Niveau der Partie war für ein Startspiel beeindruckend, es bleibt zu hoffen, dass die Laupener ihre gute Frühform konservieren können. Der Saisonstart ist den Laupener geglückt, mit einer verbesserten Chancenauswertung wäre ein Sieg kein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Die neu formierte Abwehr hinterliess einen guten Eindruck, die offensive Abteilung machte dem Gegner das Leben schwer. Trotzdem geht die Punkteteilung in Ordnung, die Konter der Belper hätten die Sensetaler jederzeit ins Unglück stürzen können.

 

 

 

Spielberichte Rückrunde 2004/2005

Datum Spielpaarung Resultat
16.04.05 Laupen - Radelfingen a 0 : 4
23.04.05 Esperia - Laupen 1 : 0
30.04.05 Laupen - Ersigen 4 : 2
07.05.05 Laupen - Länggasse 1 : 3
18.05.05 Utzenstorf - Laupen 2 : 0
22.05.05 Galicia - Laupen 4 : 2
     

FC Galicia Bern - FC Laupen 4:2 (0:2)

Wyler: 35 Zuschauer
SR: Zimmerli (Lotzwil)
Tore: 15. S. Müller 0:1, 42. Hofbauer 0:2, 53. 1:2 (Penalty), 59. 2:2, 70. 3:2, 83. 4:2 (Penalty)

Laupen: Geissbühler; Binggeli, Udry, A. Müller, Stämpfli; Kurmann (75. Weber), Benninger, Hofbauer, Schwarz (64. Scheidegger); S. Müller, Jüni

Laupen ohne Bovey, Fluri, Henschel, M. Luginbühl, Schwab, Wälchli (alle verletzt); R. Luginbühl, Stettler (Ferien), Merz (Prüfungen), Sorg (abwesend), D. & F. Rüfenacht, Stulz (alle nicht im Aufgebot).

Bemerkungen:

Cornerverhältnis: 11:3

Verwarnungen:
52. Geissbühler (Foul)
90. A. Müller (Unsportlichkeit?)
2x Galicia

Platzverweise:
45. Jüni (Tätlichkeit?)
45. Galicia (Tätlichkeit)

Pfostenschüsse:
17. S. Müller
70. Hofbauer


Ratlose Laupener
Trotz einer Führung zur Pause schafften es die Sensetaler nicht, endlich einen Sieg zu feiern. Wie im Hinspiel gelang es den Stadtbernern, den FCL durch unfaire Aktionen zu destabilisieren.

RB: Ein herrlicher Fussballnachmittag motivierte beide Teams zusätzlich, dem Publikum Spektakel zu bieten. Die Erlebnisse des Hinspiels weckten in den Köpfen der Sensetaler Revanchegefühle, wurden sie doch durch den Schiri krass benachteiligt und mussten sich zum Schluss mit einer 2:3 Niederlage geschlagen geben. In schlechter Erinnerung blieb die üble Spielweise von Galicia, die zum Ziel hatte, den Gegner mit bösen Fouls zu verängstigen.

Zu Beginn schien aber nichts auf eine Wiederholung des Erlebten hinzuweisen. Das technisch versierte Heimteam konnte als erste Mannschaft seit dem "Radelfingenspiel" mit den Laupener mithalten. Die Spanier gewannen zunehmend die Überhand, zwangen die Sensetaler zu erhöhter Laufarbeit. Die Laupener verhielten sich clever, Ballverluste wurden sofort für Konterangriffe verwendet und sorgten für Gefahr vor dem unsicheren Heimkeeper. In der 15. Minute konnte S. Müller den Ball ins Tor schieben, die Führung der Gäste wurde Tatsache. In der Folge setzte Galicia ihr physisches Übergewicht ein, mit hartem Einsteigen versuchten sie erneut, den FCL einzuschüchtern. Die Gäste liessen sich nicht beirren, sie warteten auf ihre Chancen, aber die Verwertung solcher Möglichkeiten bleibt leider weiterhin das grosse Manko der Westberner. Die Partie verflachte zunehmend, Galicia besass mehr Spielanteile, zwingende Abschlussversuche konnte man aber an einer Hand abzählen. In der 42. Minute fasste sich Hofbauer ein Herz, zog aus 20 Meter ab und bezwang den schlecht postierten Torhüter mit dem 2:0. Kurz vor der Pause ereigneten sich turbulente Szenen - Handgemenge, Schläge und verbale Provokationen - welche mit zwei Platzverweisen geahndet wurden.

Einbruch
Die Ereignisse vor der Pause verarbeiteten die Laupener sichtlich schlechter, das Heimteam hatte ihr Ziel erreicht. Die Zuordnung im Team von Coach Blunier stimmte überhaupt nicht mehr, oft gelang es Galicia ohne grosse Gegenwehr vor Geissbühler aufzukreuzen. In der 52. Minute konnte der Laupener Hüter den Gegner nur noch regelwidrig stoppen, den anschliessenden Strafstoss verwertete Galicia souverän. Die Partie war neu lanciert, die Stadtberner sahen wieder eine Möglichkeit, das Ganze zu ihren Gunsten zu wenden. Mit einer verbesserten Chancenauswertung hätten aber die Sensetaler die Partie für sich entscheiden können, wiederum schafften sie es nicht, denn Kurmann, Hofbauer und S. Müller sündigten erneut vor dem Tor. Nach einem Angriff der Laupener spielten die Spanier den Ball im Eilzugstempo in ihre Spitze, innerhalb von 15 Minuten war der 2-Tore Vorsprung verschwunden, es hiess neu 2:2. Nun schien alles möglich, die Partie war auf der Kippe. Die Spieler trugen harte "Infights" aus, das Spiel wurde so zunehmend hektisch, beide Teams suchten vehement die Entscheidung. Ein Schuss Hofbauer's landete am Torgehäuse, der nachfolgende Gegenstoss führte zur erstmaligen Führung der Stadtberner. Die Stimmung im Team der Laupener sank auf den Tiefpunkt, innerlich hatten sie sich mit der Niederlage abgefunden. Es gelang ihnen nicht, den Druck auf das Tor von Galicia zu erhöhen. Eine umstrittene Szene führte zum definitiven Untergang des FC Laupen. Der zuweilen überforderte Unparteiische zeigte von der Mittellinie aus erneut auf den Elfmeterpunkt, das Heimteam konnte auf 4:2 erhöhen, ein zu hoher Lohn für die Stadtberner.

Es herrscht Ratlosigkeit in den Reihen der Laupener. Es gelang ihnen nicht, den in der Halbzeit sicher geglaubten Sieg über die Zeit zu retten. Die Stadtberner traten einmal mehr unfair auf, aber trotzdem können sie nicht für die Niederlage verantwortlich gemacht werden. Es bleibt der Blick in die Zukunft: Drei Spiele sind noch zu absolvieren, 9 Punkte zu gewinnen. Mit ein wenig Glück, aber viel Leidenschaft und Einsatz, ist ein versöhnlicher Abschluss (6 Punkte) immer noch im Bereich des Möglichen.

 

FC Utzenstorf b - FC Laupen 2:0 (0:0)

Weissenstein. 18 Zuschauer
SR: Müslüm (Bärau)
Tore: 67. 1:0, 86. 2:0

Laupen: Geissbühler; Holzer, Udry (75. Stettler), A. Müller, Stämpfli; Kurmann, Benninger, Hofbauer, Jüni (75. Merz); S. Müller, R. Luginbühl

Laupen ohne Bovey, Fluri, Henschel, M. Luginbühl, Schwab, Wälchli (alle verletzt), Binggeli (Militär), D. & F. Rüfenacht, Scheidegger, Schwarz, Sorg, Stulz, Weber (alle nicht im Aufgebot)

Bemerkungen:

Cornerverhältnis: 5:11

Verwarnungen:
10. Utzenstorf (Reklamieren)
53. Utzenstorf (Reklamieren)

Pfostenschüsse:
37. R. Luginbühl
70. Stämpfli


Katastrophales Abschlussverhalten!
Die ultradefensiv eingestellten Unteremmentaler konnten mit einer riesigen Portion Glück die 3 Punkte ihrem Punktekonto gutschreiben lassen. Der FC Laupen kann sich jedoch nicht beklagen, denn Tormöglichkeiten hatten sie zuhauf.

RB: Die kühle Temperatur hielt viele Fans ab, dem Spiel einen Besuch abzustatten. Die Gäste standen unter Druck, da sie unbedingt in Utzenstorf gewinnen mussten, um den Anschluss ans hintere Mittelfeld bewahren zu können. Dementsprechend nervös starteten sie in die Partie, sie mussten dem Heimteam in den ersten 20 Minuten einige Chancen zugestehen, zudem liessen sie sich durch das aggressive Pressing verunsichern. Es gelang dem FCL nicht, die Partie unter Kontrolle zu bringen, doch man stellte sich die Frage, wie lange Utzenstorf diese Leistung erhalten könnte. Nach 20 Minuten begannen die Gäste, ihre läuferischen und technischen Vorteile auszuspielen. Insbesondere Holzer leitete immer wieder über die Aussenbahn brandgefährliche Vorstösse ein, die nachfolgenden Flankenbälle fanden aber den Mitspieler oft nicht. Die Emmentaler zogen sich in ihre Platzhälfte zurück und machten die Räume zunehmend enger. Die Sensetaler waren aber gewillt, dieses Bollwerk zu durchbrechen, aber die Abschlüsse von Kurmann, Benninger oder Luginbühl fanden den Weg ins Tor nicht. Ein schnell ausgetragener Konter führte zu einer brenzligen Situation vor Geissbühler, doch Stämpfli konnte auf der Linie befreien. Dieses kleine Intermezzo wurde schnell vergessen, die Angriffsmaschinerie der Laupener lief nun auf Hochtouren. Es war aber wie verhext: Immer wieder verhinderte ein Fuss, Kopf oder Körper eines Utzenstorfers den hochverdienten Führungstreffer der Westberner. Als sich der Torhüter geschlagen sah, rettete der Pfosten das Unentschieden für die glücklichen Emmentaler. Luginbühl leidet an einem "Pfostensyndrom", denn in den letzten 3 Spielen traf er nicht weniger als 6x die Torumrandung - wahrlich ein neuer Clubrekord! Das Heimteam konnte mit vereinten Kräften das torlose Unentschieden in die Pause retten.

Unglaublich....
Alle Anwesenden waren sich einig, dass sich Utzenstorf in der zweiten Halbzeit dem Druck beugen musste und sich den Laupener den Sieg sichern würden. Die Sensetaler erhöhten nun das Tempo, sie suchten den schnellen Führungstreffer. Es folgte aber ein Fiasko, bis zur 62. Minute hatten Jüni, Kurmann, S. Müller und Hofbauer nicht weniger als 7 glasklare Einschussmöglichkeiten, die aber zum Teil kläglich vergeben wurden. Die Laupener taten sich immer wie schwerer gegen die massierte Abwehr, der Heimtrainer stellte auf noch ein defensiveres 5-2-2-1 um. Doch die erbärmliche Chancenauswertung darf nicht beschönigt werden, ein Team, das nicht fähig ist, die erdrückende Überlegenheit in Tore umzumünzen, hat es am Schluss nicht verdient, als Sieger vom Platz zu gehen. Ein dickes Lob gebührt dem gegnerischen Torwart, er wartete mit brillanten Paraden auf und verunsicherte die Laupener zusätzlich. Diese Unzulänglichkeiten blieben nicht ungestraft, in der 67. Minute führte ein blitzschnell ausgetragener Konter zum 0:1. Die Gäste gaben nicht auf, sie wollten unbedingt Punkte aus Utzenstorf mitnehmen. Nach über 70. Minuten wagte endlich ein Laupener einen Weitschuss, das Geschoss von Stämpfli prallte an den Pfosten, den anschliessenden Abpraller, das Tor war offen wie ein Scheunentor, schoss Luginbühl aus 8 Meter weit über das Gehäuse....Die Gäste waren der Verzweiflung nahe, sie versuchten es mit der Brechstange, doch unterliessen sie es, über die Aussenbahn, die Schwäche der Emmentaler, zum Erfolg zu kommen. Es kam noch brutaler, ein weiterer Konter, stark abseitsverdächtig, führte zur Entscheidung - 0:2. Die Gäste verliessen den Platz mit gesenkten Häuptern, wieder wurde eine an sich sehr gute Leistung mit keinen Punkten belohnt.

Wie weiter? Die Überlegenheit der Laupener war so erdrückend, die Spielzüge oft vom Feinsten, doch am Schluss zählt nur der Torerfolg (Laupen besass zwölf 100% Tormöglichkeiten!!), und der blieb aus. Gelingt es den Sensetalern nicht, die Fehlschussquote drastisch zu senken, werden sie es schwer haben, überhaupt einen Punkt zu gewinnen!

 

FC Laupen - FC Länggasse Bern 1:3 (1:2)

Gillenau: 35 Zuschauer
SR: Breitenmoser (Kappelen)
Tore: 2. 0:1, 13. 0:2, 36. Ajre 1:2, 93. 1:3

Laupen: Geissbühler; Binggeli (84. Weber), Scheidegger, A. Müller, Merz; Bovey (75. Stettler), M. Luginbühl, Benninger, Jüni (61. S. Müller); Ajre, Brechbühler

Bemerkungen: Laupen ohne Fluri, Henschel, Schwab, Wälchli (alle verletzt), Stämpfli, Udry (beide gesperrt), Kurmann (Ferien), Hofbauer, R. Luginbühl, Sorg (alle abwesend), D. & F. Rüfenacht, Schwarz, Stulz (alle nicht im Aufgebot)

Cornerverhältnis: 6:3

Gelbe Karte:
24. Länggasse (Reklamieren)


Ernüchterung
Der FCL musste bei seinem Bemühen, den Anschluss an das Mittelfeld zu finden, einen Dämpfer einstecken. Das Heimteam konnte die Unkonzentriertheiten der Startphase nicht mehr kompensieren.

RB: Einmal mehr war der Regen ein Begleiter des Spiels von Laupen, doch es schien, dass diese Begebenheit kein Vorteil der Laupener sein würde. Bereits der erste lange Pass von Länggasse bereitete der Abwehr grosse Probleme. Torhüter Geissbühler blieb unerklärlicherweise auf der Grundlinie seine Tores stehen, statt auf die Höhe der 16er- Linie vorzurücken. Der schnelle Angreifer der Gäste entwischte dem Heimteam, zog alleine auf Geissbühler zu und hatte keine Mühe, das 0:1 zu erzielen. Die in der Folge desorientierten Sensetaler hatten grosse Probleme, das Spielgeschehen zu organisieren. Abwehrchef Müller stauchte seine Kollegen lautstark zusammen, doch seine Aufforderungen blieben ohne Wirkung. In der 13. Minute herrschte im 16er des Heimteams ein riesiges Chaos, das der Gast eiskalt ausnützte und die Führung so um ein weiteres Tor erhöhen konnte. Der Match war bereits nach wenigen Minuten entschieden, die Laupener schienen nicht in der Lage, noch eine Wende herbeiführen zu können.

Der in den vergangen Spielen solide Binggeli hatte eklatante Probleme, seinen Gegenspieler kontrollieren zu können. Benninger hatte ebenfalls seine liebe Mühe, sich als Spielgestalter in Szene zu setzen. Die sonst gefährliche Offensivabteilung der Laupener konnte sich nur wenige Chancen erarbeiten, einzig Brechbühler und Ajre sorgten für ein wenig Gefahr vor dem sicheren Gästehüter. Dem Spiel der Laupener fehlte es an kreativen Elementen, auch das Überraschungsmoment blieb aus. Alles blieb zu statisch, das Niveau der Partie sank dramatisch ab. In der 36. Minute wurde Ajre mit einem mustergültigen Pass in den Lauf bedient und bezwang den Gästehüter mit einem gekonnten Heber. Der Anschluss war hergestellt, die Partie neu lanciert. Doch weder Laupen noch Länggasse konnten in den verbleibenden Minuten vor der Pause mit einer Torchance aufwarten.

Während dem 10 minütigen Unterbruch stellte Coach Blunier sein Team um, Brechbühler übernahm die Spielmacherposition, Benninger zog sich ins defensive Mittelfeld zurück und Jüni wurde als Stürmer eingesetzt. Dessen Position übernahm Luginbühl, in der Hoffnung, über die linke Seite, die Schwachstelle von Länggasse, zum Erfolg zu kommen. Ajre zog wenige Sekunden nach dem Anpfiff voll durch, sein Schuss verfehlte das Goal aber um weinige Zentimeter. Kurze Zeit später herrschte im Strafraum der Westberner ein heilloses Durcheinander, doch konnte sich das Heimteam mit viel Fortune schadlos halten. Der FCL bemühte sich, die Ausrutscher der Startphase auszubügeln. Ajre und Brechbühler kamen zu Torgelegenheiten, doch der Ball fand den Weg ins Tor nicht. Insgesamt fehlte dem Heimteam die nötige Cleverness, die Abwehr der Stadtberner zu knacken. Trotz der Feldüberlegenheit waren zwingende Tormöglichkeiten Mangelware, oft fehlte die Genauigkeit bei den Zuspielen, um die Gäste in Verlegenheit zu bringen. Die Spielqualität nahm im Laufe der Zeit wiederum ab. Ein Grund war sicherlich der schlechte Zustand der Gillenau, der ein gepflegtes Spiel oft verunmöglicht. Die Laupener krankten aber auch an ihren alten Schwächen, wieder und wieder versuchten sie, den Ball ins Tor zu tragen statt den Direktschuss zu wagen. Die grösste Möglichkeit bot sich Joker Sandro Müller in der 86. Minuten als er alleine vor dem Tor den Ball nicht versenken konnte. Die Abwehr des Heimteams wurde völlig aufgelöst, Scheidegger wechselte in die Offensive. Doch das Risiko zahlte sich nicht aus, in der Nachspielzeit gelang den Gästen mit einem Konter das entscheidende 1:3. Die Laupener vergaben eine ausgezeichnete Möglichkeit, den nicht "stilsicheren" Tabellenzweiten zu bezwingen.

Leider führte ein 15 Minuten dauerndes "Black-out" zu einer vermeidbaren Niederlage, die insofern schmerzt, da mit einem Sieg ein Heranrücken auf 1 Punkt an Konkurrenten Utzenstorf möglich gewesen wäre. Laupen wurde für seine Unkonzentriertheiten brutal bestraft, dem Team wurde aber aufgezeigt, dass nur mit einer 100% Leistung Punkte zu holen sind. Doch noch bleiben 5 Partien ausstehend, um Utzenstorf zu überholen und das geforderte Ziel von 7 Punkten zu realisieren. Zudem werden die gesperrten Stämpfli und Udry ins Team zurückkehren, die der Mannschaft zusätzliche Stabilität verleihen werden.


FC Laupen - SC Ersigen 4:2 (2:1)

SR: Eggli (Rüti b. Büren)
Gillenau: 70 Zuschauer (Saisonrekord)
Tore: 24. Hofbauer 1:0, 26. 1:1, 35. Idrizi 2:1, 63. Hofbauer 3:1, 70. 3:2, 90. Idrizi 4:2

Laupen: Geissbühler; Binggeli, Rüfenacht (65. Schwarz), A. Müller, Merz; S. Müller (77. Stettler), Benninger (30. Locher), Hofbauer, Idrizi; Bovey, R. Luginbühl

Bemerkungen: Laupen ohne Fluri, Henschel, Schwab, Wälchli (alle verletzt), Jüni, Sorg (krank), Kurmann, M. Luginbühl (beide Ferien), Scheidegger (Damentrainer), Stämpfli, Udry (beide gesperrt), D. Rüfenacht, Stulz, Weber (alle nicht im Aufgebot)

Cornerverhältnis: 4:12

Gelbe Karten:
43. Ersigen (Foul)
71. Bovey (Reklamieren)

6.&10.&54. Lattenschüsse R. Luginbühl
45. Lattenschuss Ersigen

Bann gebrochen!
Bei herrlichen äusseren Bedingungen konnte der FC Laupen seine Überlegenheit in Tore ummünzen. Nach einer langen Durststrecke erzielten die Sensetaler den lange ersehnten Sieg.

RB: Die gut gefüllte Gillenau schien die Mannen des Heimteams besonders zu motivieren. Die Zuschauer waren besonders gespannt über das Debüt von Matthias Hofbauer, dem Sportler des Jahres 2004 des Kantons Bern. Wie im Spiel eine Woche zuvor, wartete der FCL mit einem furiosen Start auf. In den ersten 10. Minuten traf Luginbühl das Quergebälk nicht weniger als zweimal, zudem konnte das Publikum in den folgenden 10 Minuten weitere drei Chancen des Stürmers notieren. Doch es schien, als dass sich die Ereignisse wiederholen würden, d.h. viele Tormöglichkeiten, aber trotzdem kein zählbares Ergebnis. Der holprige Rasen erschwerte den ballsicheren Westbernern, sich dauerhaft in der gegnerischen Platzhälfte festzusetzen. Doch endlich wurde der "Bann der ungenützten Chancen" durch den Neuzuzug Hofbauer gebrochen! Mit einem satten Weitschuss konnte der Spielmacher die 165 torlosen Minuten des FCL beenden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten fand sich Hofbauer immer besser im Spiel zurecht und gestattete einen ersten Einblick in sein fussballerisches Können. Eine harte Entscheidung des Schiedsrichter liess aber die Freude von Laupen nur kurz währen, Torhüter Geissbühler soll den Ball zulange in seinen Händen gehalten haben. Der nachfolgenden Freistoss nutzten die Gäste aus, um den Gleichstand zu bewerkstelligen. Die Gäste kamen zu einem glücklichen Ausgleich, waren sie doch bis zum Tor kaum mit offensiven Aktionen aufgefallen. Laupen liess sich aber nicht beirren, die Angriffsbemühungen wurden weiterverfolgt und schliesslich mit dem 2:1 durch Idrizi belohnt. Der Torwart von Ersigen musste kurze Zeit später aufgrund einer Leistenverletzung das Feld verlassen, da die Gäste jedoch keinen Ersatzspieler im Aufgebot hatten, mussten sie die Partie mit 10 Spielern fortsetzen. Doch waren es aber die Emmentaler, die die grösste Torchance vor dem Pausenpfiff zu verzeichnen hatten. Nach einem Eckball konnte ein Ersiger - Akteur den Ball erobern, sein Schuss landete jedoch zuerst an der Latte und anschliessend am Pfosten. Die Laupener benötigten ein wenig Glück, um die Führung in die Pause zu retten, doch anhand der erarbeiteten Chancen war die Führung mehr als verdient.

Nach der Pause kehrte bei den Gästen der gefürchtete Kampfgeist zurück. Animiert durch den knappen Spielstand drängten sie die Sensetaler immer weiter in die eigene Platzhälfte zurück und setzten ihre schnellen Stürmer mit Zuspielen in die Tiefe ein. Die sichtlich irritierten Laupener fanden kein probates Mittel, die Anstrengungen der Ersiger zu unterbieten. Mit Kontern wurden sie aber brandgefährlich, doch weder Luginbühl noch Idrizi, er wechselte nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Benninger in den Sturm, nutzten die Chancen, das Spiel endgültig für sich zu entscheiden. Hofbauer schloss eine feine Einzelleistung mit dem vermeintlichen Siegestreffers ab, die Nerven der Laupener waren aber weiterhin angespannt. Eine Unaufmerksamkeit von den sonst tadellosen Verteidigern Merz und Locher nützte der Ersiger Flügel eiskalt zum Anschlusstreffer aus, die Partie war neu lanciert. Die Gäste liessen nichts Unversucht, den Ausgleich zu erzielen, doch die technisch limitierten Ersiger konnten sich keine weiteren gefährliche Szenen vor Goalie Geissbühler erarbeiten. In der Folge tauchten die Laupener immer wieder vor dem Tor der Emmentaler auf, aber die Verwertung solcher Chancen (Stettler traf aus 3 Meter Distanz das leere Goal nicht!) bleibt die Schwäche des FCL. Die Fans mussten sich bis zur letzten Spielminute gedulden, um den hart umringten Sieg feiern zu können. Idrizi zog alleine auf den Gästehüter zu und schloss die Aktion mit dem 4:2 ab. Die glücklichen Laupener wurden mit einer "Standing Ovation" sowie einem Feuerwerk von ihrem treuen Publikum verabschiedet.

ENDLICH! Der FCL hat das Siegen nicht verlernt, dank spielerischer Überlegenheit, aber auch mit ein bisschen Glück. In Zukunft ist aber eine konsequentere Ausnützung der Tormöglichkeiten zwingend, um Rückschläge verhindern zu können. Weshalb sich die Mannschaft während 20 Minuten der zweiten Halbzeit so in die eigenen Platzhälfte zurückdrängen liess, bleibt unerklärlich. Doch spricht es für die Klasse des Teams, ein Spiel für sich zu entscheiden, wenn die Partie nicht so verläuft wie geplant.

 

SCI Esperia Berna - FC Laupen 1:0 (1: 0)

SR: Bieri (Münchenbuchsee)
Wittigkofen: 30 Zuschauer
Tore: 7. 1:0 (Penalty)

Laupen: Geissbühler; Binggeli, Andreani, A. Müller, Wälchli; Kurmann (74. Scheidegger), Benninger, Jüni (56. M. Luginbühl), Idrizi (82. Stettler); R. Luginbühl, Bovey

Bemerkungen: Laupen ohne Fluri, Henschel, S. Müller, Schwab (alle verletzt), Merz, Stämpfli, Udry (alle gesperrt), Hofbauer (Nationalmannschaft), Sorg (abwesend), D. Rüfenacht, F. Rüfenacht, Schwarz, Stulz, Weber (alle nicht im Aufgebot).
Cornerverhältnis: 2:10
63. Gelbe Karte Esperia
1. Lattenschuss R. Luginbühl
93. Pfostenschuss R. Luginbühl


Einbahnfussball!
Die Italo-Berner benötigten alles Glück der Saison, um den Sieg sicherzustellen. Der FCL musste sich trotz eklatanter Spielüberlegenheit geschlagen geben.

RB: Der Frühling 2005 lässt weiter auf sich warten, wiederum regnete es unaufhörlich zu Beginn der Partie. Das Spiel begann mit einem "Paukenschlag", denn bereits nach wenigen Sekunden traf der Europacupsieger Luginbühl nur die Torumrandung. Wer weiss, wie der Match ausgegangen wäre, wenn dem FCL die Führung gelungen wäre. Nach 7 Minuten kam das Heimteam mit einem langen Ball in den Strafraum, der Esperia-Stürmer liess sich gekonnt fallen und Schiri Bieri pfiff Strafstoss. Es sollte der letzte Abwehrversuch von Torhüter Geissbühler bleiben, in den verbleibenden 83 Minuten musste er sich nicht mehr strecken! Doch wieder mussten die Westberner einem Rückstand nachlaufen, sie taten es aber sehr geschickt und liessen den Ball gepflegt in ihren Reihen zirkulieren. Der schnelle Idrizi konnte sich immer wieder über die linke Aussenbahn in Szene setzen und sorgte für reichlich Verwirrung in der Abwehr der Stadtberner. Die Laupener hatten das Spieldiktat rasch übernommen und konnten durch ihre technischen Vorteile den rutschigen Rasen als ihren Vorteil werten. Der überragende Benninger fing alle Bemühungen des Heimteams, näher als 30 Meter vor Geissbühler zu erscheinen, ab, er setzte anschliessend zum Gegenangriff an, doch weder Bovey noch R. Luginbühl trafen zum erlösenden 1:1. Bei Eckbällen wurden die Gäste immer wieder gefährlich, insbesondere Andreani sorgte für helle Aufregung vor dem Tor der Italo-Berner. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Gäste endlich skoren würden, doch oft endeten die Angriffsbemühungen abrupt auf der Höhe des Strafraums. Der resolute Abwehrchef von Esperia, Nelson, rettete dem Heimteam den Vorsprung in die Pause.

Der Niederschlag fand zu Beginn der zweiten 45 Minuten ein Ende und die zahlreich erschienenen Gästefans hofften auf ein rasches Erfolgserlebnis ihrer Mannschaft. Esperia zog sich weit in seine Platzhälfte zurück, um die knappe Führung zu verteidigen. Die unermüdlichen kämpfenden Laupener suchten den Weg aufs Tor, doch oft waren ihre Aktionen zu kompliziert, die Tore blieben aus. Mit zunehmender Dauer der Partie zeigte das Heimteam konditionelle Probleme, der Druck nahm noch mehr zu. Die Sensetaler zogen eine Art "Power-Play" auf, doch immer fand sich ein Bein oder sonstiges Körperteil der Italo-Berner, das den Ausgleich verhinderten. Andreani hatte in der 75. Minute die grösste Chance, den ersten Treffer für den FCL zu erzielen, doch der Esperiahüter glänzte mit einem unglaublichen Reflex! Der Trainer setzte nun voll auf die offensive Schiene, beorderte Andreani ins Sturmzentrum und wechselte mit Stettler einen weiteren Angreifer ein. Doch den Sensetalern war das Glück nicht hold, der verhexte Ball wollte nicht ins Tor fliegen, es spielten sich turbulente Szenen im Strafraum von Esperia ab. Die Partie endete wie sie begonnen hatte, mit einem Schuss an die Torumrandung durch Reto Luginbühl. Es bleibt zu hoffen, dass die Westberner in Zukunft mit weniger Pech bedacht werden.

Der FC Laupen 3 zeigte eine der besten Leistungen der letzten drei Jahre, sie spielten keck auf, zeigten herrliche Ballstafetten und wirbelten die Gästeabwehr auf. Doch leider bleibt der Abschluss ein grosses Manko im Spiel der Sensetaler, sie waren nicht in der Lage, mit präzisen Schussversuchen den gegnerischen Keeper unter Druck zu setzen. Doch die Equipe ist auf dem richtigen Weg, sie sollte in den nächsten Partien ohne weiteres Punkte erspielen, wenn sie weiter so dominant auftritt. Die Spielerzuzüge Müller, Benninger, Bovey sowie die Gebrüder Luginbühl haben dem Team Stabilität und den nötigen Biss verliehen, um in Zukunft Erfolge feiern zu können.

 

FC Laupen - SC Radelfingen a 0:4 (0:1)

Gillenau: 45 Zuschauer
SR: Skeli (Gümligen)
Tore: 40. 0:1, 72. 0:2, 75. 0:3, 86. 0:4

Laupen: Geissbühler; Binggeli (73. Fluri), Grünig (80. Gyger), A. Müller, Wälchli; Kurmann, Benninger, Scheidegger (65. Sorg), Jüni; Beyeler, Bovey

Bemerkungen:
Laupen ohne Henschel, S. Müller, Schwab (alle verletzt), Merz, Stämpfli, Udry (alle gesperrt), M. Luginbühl, D. Rüfenacht, F. Rüfenacht, Schwarz, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot), R. Luginbühl, Hofbauer (beide Meisterfeier).
Cornerverhältnis: 5:11
51.& 55. Gelbe Karte Radelfingen
22. Lattenschuss Scheidegger
31. Lattenschuss Radelfingen
87. Fluri verletzt ausgeschieden


Routine setzte sich durch
Die engagierten Laupener forderten dem Leader alles ab, doch zum Schluss setzten sich die erfahrenen Radelfinger sicher durch.

RB. Das Heimpublikum wurde durch den Wettergott nicht verwöhnt, denn kurz vor Beginn der Partie sorgte der einsetzende Niederschlag für einen Temperatursturz. Die Laupener liessen sich jedoch durch die kühlen und nassen Wetterverhältnissen nicht beirren und starteten diszipliniert in die erste Halbzeit. Benninger interpretierte seine defensive Rolle hervorragend, der gegnerische Spielmacher konnte sich nicht entfalten und die gefürchteten Zuspiele in die Tiefe blieben aus. Das Heimteam kontrollierte das Spiel in den ersten 30. Minuten weitgehend, die schnellen Radelfinger kamen zu keiner nennenswerten Tormöglichkeit. Im Gegenteil, Standfussballer Scheidegger traf mit einem gefühlvollen Weitschuss nur die Latte. Die Laupener Abwehr wirkte durch den Zuzug von Müller sicher und zuverlässig, der bissige Wälchli verblüffte immer wieder bei Zweikämpfen gegen seinen Kontrahenten. Die physisch überlegenen Gäste wurden bei Eckbällen torgefährlich. In der 41. Minute konnte sich der Radelfinger im Kopfballduell durchsetzen, Geissbühler parierte auf der Linie, doch der nachfolgende "Abstauber" fand sich unhaltbar im Tor wieder. Das Heimteam rappelte sich trotz des Rückstandes nochmals auf und versuchte noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen. Das Unternehmen blieb jedoch erfolglos, nichts desto trotz zeigten die Westberner eine ausgezeichnete Leistung in den ersten 45 Minuten.

Die verdutzten Gäste mussten sich in der Pause eine Standpauke ihres Trainers anhören, doch die Worte ihres Chefs zeigten Wirkung. Nach dem Anpfiff traten die Seeländer kompakter und dominanter an. Sie übernahmen das Spieldiktat und konnten sich im Mittelfeld ein Übergewicht verschaffen, zumal der gezeichnete Baldsenior Scheidegger immer mehr abbaute und später durch Sorg ersetzt wurde. Durch ihren ausgesprochen Kampfgeist gelang es den Westbernern, die Partie offen zu halten. Offensive Aktionen blieben jedoch Mangelware, das Heimteam konnte sich äussert selten aus der Umklammerung lösen. 18 Minuten vor Schluss wurden die Bemühungen der Gäste belohnt, sie konnten das entscheidende zweite Tor schiessen. Die Laupener wollten sich aber noch nicht geschlagen geben, sie versuchten, über die Flügel zum Erfolg zu kommen, doch die Abschlussversuche blieben zu harmlos. Der Leader gewann zusehends an Selbstvertrauen und erhöhte das Skore um weitere zwei Einheiten. Den Laupener blieb ein Torerfolg verwehrt, die Partie endete mit einem brutalen 0:4.

Der FC Laupen zeigte im ersten Spiel eine gute Darbietung, er konnte über lange Zeit mithalten. Es scheint, dass die verborgenen Fähigkeiten des Teams an die Oberfläche treten und Erfolge in Zukunft vermehrt zu beobachten sind. Aber um Siege zu feiern, müssen die Sensetaler in der Offensive zulegen und Torchancen konsequent ausnützen. Radelfingen-Trainer Aeschbacher zeigte sich aber überzeugt, dass die Laupener schon in Kürze auf die Erfolgsstrasse zurückkehren werden.

 

 

Spielberichte Vorrunde 2004/2005

Datum Spielpaarung Resultat
22.08.04 Laupen - Ostermundigen 0 : 2
29.08.04 Grünstern - Laupen 2 : 3
04.09.04 Laupen - Utzenstorf b 2 : 2
09.09.04 Radelfingen a - Laupen 6 : 1
18.09.04 Ital-Fulgor - Laupen 2 : 1
25.09.04 Ersigen - Laupen 5 : 3
03.10.04 Länggasse - Laupen 5 : 2
17.10.04 Laupen - Esperia 3 : 4
24.10.04 Laupen - Galicia 2 : 3

FC Laupen - FC Galicia Bern 2:3 (2:1)

Gillenau: 55 Zuschauer
SR: Shala (Unterseen)
Tore: 14. Bovey (Beyeler) 1:0, 27. Calogiuri (Kurmann), 37. 2:1, 65. 2:2, 78. 2:3 (Penalty)

Laupen: Geissbühler; Binggeli (45. Locher), Udry, Stämpfli, Wälchli (75. Merz); Kurmann, Blum, Beyeler (61. Müller), Schwarz; Calogiuri, Bovey

Bemerkungen: Laupen ohne Bovey, Fluri, Ganeshan, Henschel, Schwab (alle verletzt), Leuenberger, Rüfenacht, Scheidegger, Sorg, Stettler, Stulz, Weber (alle nicht im Aufgebot), M.&R. Luginbühl (Unihockey)
Cornerverhältnis: 0:9
44. Tor von Galicia aberkannt (Foul an Geissbühler)
62. Lattenschuss Galicia
82. Pfostenschuss Galicia
Verwarnungen:
54. Wälchli (Grobes Spiel)
63. Schwarz (Grobes Spiel)
80. Blum (Reklamieren)
86. Galicia (Grobes Spiel)
Platzverweise:
71. Galicia (Tätlichkeit)
71. Stämpfli (Tätlichkeit)
77. Udry (Schiedsrichterbeleidigung?)
89. Merz (Schiedsrichterbeleidigung)

Spiel der bunten Karten!
Ein versöhnliches Ende für den FC Laupen blieb aus. Nach einer guten ersten Halbzeit endete die Vorrunde für die Sensetaler mit unerfreulichen Vorkommnissen.

RB: Das Wetter zeigte sich im Gegensatz zur letzten Woche von seiner besten Seite. Dieser Umstand bescherte der dritten Mannschaft einen Zuschauerrekord, die Motivation der Spieler stieg zusätzlich an. Die Gastgeber nahmen von Beginn das Spieldiktat in ihre Hände, liessen den Ball in ihren Reihen zirkulieren und suchten einen schnellen Führungstreffer. Nach 14 Minuten schlug Beyeler einen herrlichen Pass in die Tiefe, Bovey nahm sich dessen Kontrolle an und versenkte die Kugel in der rechten Torecke. Einige Spieler der Städter trafen verspätet in Laupen ein, erst nach 20 Minuten traten die Gäste mit 11 Spieler an. Das Heimteam versuchte die unsicheren Galicia-Akteure mit zusätzlichen Treffern zu distanzieren, eine Billardkombination von Kurmann und Calogiuri führte zum zweiten Goal der Westberner. In der Folge verpassten es die Laupener, den Match frühzeitig zu entscheiden. Beyeler und Schwarz waren mit ihren Torschüssen nicht erfolgreich, im Gegenteil, nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld konnte ein Galicia-Stürmer alleine auf Geissbühler losziehen und den Anschlusstreffer markieren. In der Folge verloren die Gastgeber ihre Sicherheit und wurden in ihre Spielhälfte gedrängt. Der vermeintliche Ausgleich in der 45. Minute wurde wegen einem Foulspiel an Geissbühler annulliert.

Shala in der Kritik
Die Laupener konnten endlich mit einer Führung in die Pause gehen, der Sieg war in Sichtweise gerückt. Die Darbietung der Sensetaler bereitete den Zuschauer auf der Gillenau jedoch keine Freude, sondern höchstens starke Bauchschmerzen. Kaum zu glauben, dass die zuvor spielfreudige Equipe in ein solch tiefes Loch fallen konnte. Sie waren nicht mehr in der Lage, einen Spielzug über mehr als 3 Stationen zu kreieren. So verwunderte es nicht, dass die Stadtberner immer wieder gefährlich vor Torhüter Geissbühler auftauchten, der die Angriffsbemühungen vereitelte. Der mögliche Sieg schien den Laupener jegliche Courage entzogen zu haben, statt sich auf das einfache Spiel zu konzentrieren versuchten sie es immer wieder mit langen Bällen, ohne Erfolg! Die Spanier kamen nach einem schönen Spielzug zum verdienten Ausgleich, die Gastgeber konnten sich nicht mehr aus der Umklammerung lösen. Die hart an der Grenze der Fairness agierenden Gäste provozierten die Laupener zusehend, Stämpfli verlor nach einer brutalen Attacke an seiner Person die Nerven und revanchierte sich mit einer Tätlichkeit. Ab der 70. Minute griff der zuvor mittelmässige Schiri Shala in Geschehen ein. Er wartete immer öfters mit Fehlentscheidungen auf, zuungunsten der Sensetaler. Ein sehr fragwürdiger Strafstoss entschied die Partie, zudem verloren die Gastgeber einen weiteren Spieler. Nach der Führung besannen sich die Laupener wieder dem Fussballspielen und konnten noch einmal zusetzen. Der Skandalschiri bestrafte die überharten Attacken von Galicia höchstens mit einer gelben Karte und half so den Gästen, die Punkte nach Bern zu bringen. In der 90. Minute wurde nach einer verbalen Entgleisung der junge Merz vom Platz gestellt. Die letzte Partie der Vorrunde nahm ein unrühmliches Ende, die Folgen (Spielsperren) sind leider bis Mitte der Rückrunde spürbar!

Gewiss, der Schiedsrichter bot eine katastrophale Leistung, doch verstanden es die Sensetaler nicht, in der ersten Halbzeit das entscheidende 3:0 zu erzielen. Weshalb die Mannschaft nach der Pause so abfiel, bleibt ihr Geheimnis. Die Westberner konnten in der Vorrunde 2004/2005 einige Fortschritte vorweisen. Sie sind in der Lage, in den meisten Partien mitzuspielen, aber der letzte "Zwick" fehlt indes noch. Mit einer verbesserten konditionellen Verfassung kann der FC Laupen 3 in der Rückrunde mit zusätzlichen Punkten rechnen. Die Zielsetzung für die Saison 04/05 wird vom Trainergespann nicht reduziert, 12 Punkte sollten realisierbar sein!

 

FC Laupen - SCI Esperia Bern 3:4 (0:4)

Gillenau: 30 Zuschauer
SR: Belfiore (Bern)
Tore: 2. 0:1, 11. 0:2, 17. 0:3, 37. 0:4, 46. Calogiuri 1:4, 56. Holzer (Blum) 2:4, 75. Holzer 3:4

Laupen: Geissbühler; Binggeli, Meli (75. Udry), Stämpfli (87. Locher), Wälchli (45. Blum); Holzer, Kurmann, Andreani, Schwarz; Ajre, Calogiuri

Bemerkungen: Laupen ohne Bovey, Fluri, Ganeshan, Henschel, Müller (alle verletzt), Leuenberger, Rüfenacht, Scheidegger, Sorg, Stettler, Stulz, Weber (alle nicht im Aufgebot), M.&R. Luginbühl (Unihockey).
Cornerverhältnis: 3:8
67. Rote Karte Torhüter Esperia (Handspiel)

Tag und Nacht
Nichts Neues aus Laupen, ein weiteres "Blackout" hat zu einer unnötigen Niederlage geführt. Die Hypothek der ersten Halbzeit wog zu schwer, der Ausgleich konnte nicht mehr erzielt werden.

RB: Vorwinterliche Bedingungen herrschten auf der Gillenau zu Laupen, die Temperaturen bewegten sich um 6 Grad, dazu blies ein kalter Nordwestwind jegliches Fussballwetter vom Platz. Den Gegner aus Bern schien dies nicht zu beeindrucken, bereits in der 2. Minute konnte Esperia nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr des Gastgebers die Führung markieren. Die Sensetaler hatten ihre Konzentration in der Garderobe vergessen, denn nur wenige Minuten später konnte Wälchli den Aussenläufer nicht stoppen und nach einer perfekten Ballannahme erzielte der Angreifer der Städter das sehenswerte 2:0. Wer nun ein Aufbäumen seitens der Sensetaler erwartete, wurde bitter enttäuscht. Ein organisiertes Auftreten konnte nicht erkannt werden, es glich eher einem türkischen Basar. So folgte unweigerlich der dritte Gegentreffer, nach 17. Minuten lagen die Laupener mit 3 Toren im Rückstand, Leistungsträger wie Andreani oder Stämpfli konnten ihr Können bei weitem nicht abrufen. Zusammenhängende Aktionen der Gastgeber blieben in den folgenden Spielminuten Mangelware, oft verzetteln sich die Akteure in ihren Bemühungen an den Gegenspielern oder schlugen Pässe ins Leere. Das nicht übermächtige Esperia baute seine Führung weiter aus, das 4:0 schien die endgültige Entscheidung zu sein. Kurios bleibt aber die Reaktion der Städter, anstatt sich über den Torerfolg zu freuen hatten sie nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig anzuschreien...

Verwandeltes Laupen sowie ein Schiriskandal!
In der Kabine der Laupener herrschte im ersten Moment Niedergeschlagenheit, der Trainer sah sich gezwungen, die Mannschaft umzustellen. Der unglückliche Wälchli wurde durch Blum ersetzt, Andreani wurde als Abwehrchef eingesetzt, Ajre übernahm den Part des Spielmachers, Holzer rückte in den Sturm nach, der lauffreudige Kurmann erbte Holzers Platz, Blum übernahm den Aufgabe des defensiven Mittelfeldspielers. Diese Änderungen schienen sich bezahlt zu machen, bereits 90 Sekunden nach Anpfiff drosch Calogiuri einen Freistoss in das gegnerische Tor. Die Aufholjagd war lanciert, die Sensetaler glaubten wieder an das Unmögliche. Sie rackerten, setzen die Italo-Berner unter Druck und suchten immer wieder den Abschluss. Der nimmermüde Holzer wurde endlich für seine Bemühungen belohnt und konnte das 2:4 erzielen. Schiri Belfiore leistete sich die Freiheit, sich während des Spiels zweimal zu erleichtern, ein doch sehr ungewöhnliches Bild. Wäre ein Arztbesuch aufgrund seiner Blasenschwäche nicht angezeigt?

In der 67. Minute wehrte der Esperiakeeper den Ball 10 Meter ausserhalb des Strafraums ab, ein glasklare Rote Karte!! Auch Belfiore begriff die Sachlage und schloss den Hüter aus. Seine Beleidigungen unter der Gürtellinie beendete er auch nach dem Duschvorgang nicht, sie bleiben ohne Folgen! Die Partie wurde zunehmend hektisch, weitere heikle Situationen folgten regelmässig im Strafraum der Gäste. Mit einem Kraftakt erzielte Holzer den Anschlusstreffer, die letzen Minuten versprachen Höchstspannung. Die Städter verzögerten das Spiel immer wieder und fielen nur durch Ausfälligkeiten auf. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fallen würde. Da in der Regel Unterbrüche nachgespielt werden, hatten die Laupener folglich noch Zeit. Doch der Skandalschiri setzte seine willkürlichen Entscheidungen fort, anstatt der 10 Minuten Nachspielzeit liess er zynische 2 Minute nachholen. Eine Ungerechtigkeit, die seinesgleichen sucht! Die Bemühungen wurden indes nicht belohnt, es blieb bei der knappen 3:4 Niederlage.

Die Partie ging in der ersten Hälfte verloren, die Laupener Akteure dürfen sich nicht wundern, dass nach einem 0:4 Rückstand Punkte nur schwerlich zu gewinnen sind! Die Reaktion auf die kläglichen ersten 45 Minuten war beeindruckend, aber um solche Affichen zu gewinnen, sind 90 Minuten konzentrierter Fussball nötig. Eine Chance bietet sich den Sensetaler noch, bleibt zu hoffen, dass die Punkte den Weg nach Laupen finden.

 

FC Länggasse Bern - FC Laupen 5:2 (1:1)

Länggasse: 45 Zuschauer
SR: Turkanovic (Münchenbuchsee)
Tore: 16.1:0, 40. Meli (Kurmann) 1:1, 60. 2:1, 65.3:1(Penalty), 66. 4:1, 68. 5:1, 90. Schwarz 5:2

Laupen: Merz; Binggeli (67. Benninger), Udry (70.Schwab), Preisig, Wälchli; Kurmann, Meli, Jüni, Idrizi; Müller (75. Ganeshan), Schwarz

Bemerkungen:
Laupen ohne Bovey, Fluri, Geissbühler, Henschel, Stämpfli (alle verletzt); Rüfenacht, Locher (beide abwesend); Leuenberger, Scheidegger, Stettler, Stulz, Weber (alle nicht im Aufgebot); M.&R. Luginbühl (Unihockey)
Cornerverhältnis: 6:1
Keine Verwarnungen!


Fatale acht Minuten
Ein herrliches Kopfballtor hat die Niederlage der Westberner besiegelt. Die körperlich überlegenen Städter siegten aber um zwei Treffer zu hoch.

RB: Die Sportanlage neben dem Neufeldstadion liess in den Köpfen der Sensetaler gemischte Gefühle aufkommen. Die Kanterniederlage der vergangen Saison (0:6) sollte den Gästen eine Warnung sein, dieselben Fehler zu vermeiden. Die Laupener wollten in der letzten Auswärtspartie der Vorrunde als Sieger vom Platz gehen, vermochten sie doch in der vergangenen 3 Partien keine Punkte zu ergattern.

Bereits nach 2 Minuten verlor Abwehrchef Preisig als letzter Mann den Ball, die Stadtberner konnten aber nicht profitieren. Anschliessend gingen die Rot-schwarzen konzentrierter ans Werk, sie liessen das Heimteam oft ins Leere laufen. In der 16. Minute konnte Wälchli einen Flankenball nicht verhindern, der Länggassestümer verwertete die Vorlage gekonnt zur Führung. Wieder versäumten es die Gäste, ihre Abwehr zu ordnen, und wurden prompt mit einem Gegentreffer bestraft. Der Match verflachte zunehmend, die Heimmannschaft versuchte aber durch ihr forsches Einsteigen die Sensetaler einzuschüchtern. Sie liessen sich jedoch nicht beirren und erhöhten den Druck über die linke Seite. Gefährliche Situationen blieben Mangelware, grösste Gefahr ging von einigen Weitschüssen mittlerer Distanz aus. Die Laupener müssen den Abschluss schneller suchen, zu oft wollen sie die Bälle in Netz tragen. Eine Ausnahme bildete Meli, der aus 25 Meter abzog und den Ausgleich bewerkstelligte. Man spürte, dass die Gäste nun wieder daran glaubten, einen Punkt aus Bern entführen zu können.

Wiederholung
Nach der Halbzeitpause starteten die Sensetaler gut ins Spiel, sie entzogen sich dem Diktat der Städter. Doch zwingende Chancen konnte man in den ersten 15 Minuten keine notieren, die meisten Angriffsbemühungen wurden in der Mittelzone neutralisiert. Nach einer Stunde konnte Länggasse einen Eckball treten, der mit einem "Bilderbuchkopfballtor" abgeschlossen wurde. Leider sollte sich dieser Treffer als Entscheidung erweisen. Wie in den vergangenen Partien erholten sich die Laupener nicht von diesem Tiefschlag, sie liessen sich total verunsichern, viele Bälle wurden unkontrolliert ins Spielfeld geschlagen. Die Tore folgten im Minutentakt, das Spiel der Gäste zerfiel vollends ins viele Fragmente. Die Chancenauswertung von Länggasse war fehlerlos, jeder Angriff bedeutete ein Treffer. Das Fehlpassfestival erreichte zwischen der 70. und 80. Minute sein Höhepunkt, die Gäste waren nicht mehr in der Lage, die einfachsten Bälle zu spielen. Als sie ihrem furchtbaren Treiben ein Ende setzten, erkannten sie leider zu spät, dass in dieser Partie mehr zu erreichen gewesen wäre. Immerhin warteten die Sensetaler mir einigen gelungenen Spielzügen auf, einen Abpraller konnte Schwarz zu einer Resultatkosmetik verwerten.

Gewiss, die Höhe der Niederlage der Laupener fiel zu hoch aus, aber trotzdem sind einige Schwächen zu verzeichnen: Es fehlt ein durchschlagkräftiger Stürmer, der die gefälligen Angriffsbemühungen in Tore ummünzen kann. Die jungen Spieler können technisch mithalten, sind in der Regel aber physisch unterlegen und zeigen sich vom harten Einsteigen der Gegner zu fest beeindruckt. Zudem sind konditionelle Mängel zu beobachten, die regelmässig zu Misserfolgen führen.
Bleibt die Mannschaft aber zusammen und wird punktuell mit erfahrenen Spielern verstärkt, werden sich in Kürze positive Schlagzeilen häufen.

 

SC Ersigen - FC Laupen 5:3 (0:0)

Moos: 30 Zuschauer
SR: Ergül (Aarwangen)
Tore: 49. 1:0, 50. Müller 1:1, 62. Calogiuri (Penalty) 1:2, 66. 2:2, 71. 3:2, 73. Ganeshan 3:3, 76. 4:3, 77. 5:3

Laupen: Geissbühler; Wälchli, Plattner, Rüfenacht (56. Locher), Merz; Schwarz, Kurmann, Berger, Schwab (61. Fluri); Müller, Calogiuri (68. Ganeshan)

Bemerkungen:
Laupen ohne Bovey, Henschel, Stämpfli, Stulz (alle verletzt); Binggeli (Militär); Scheidegger, Udry (beide abwesend); Leuenberger, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot), M.&R. Luginbühl (beide Unihockey)
Cornerverhältnis:8:3
26. Gelbe Karte Ersigen (grobes Spiel)
83. Gelbe Karte Merz (Unsportlichkeit)
Rüfenacht und Calogiuri verletzt ausgeschieden.


Verletzungen führten zur Niederlage
Wieder konnte kein Punkt erobert werden, erneut wurden individuelle Fehler der Laupener bestraft. Trotz des Misserfolges kann ein Aufwärtstrend beobachtet werden.

RB: Das Wetter zeigte sich im Emmental von der garstigen Seite, Nordwinde und Nieselregen liessen die Temperaturen in den Keller fallen. Trotzdem entwickelte auf der schönen Fussballanlage in Ersigen ein interessantes Spiel, zu Beginn mit Vorteilen für das Heimteam, mit zunehmender Dauer konnten sich auch die Gäste Tormöglichkeiten erarbeiten. Calogiuri, erstmals im Aufgebot von Laupen, zeichnete sich als gefährlichster Angreifer der Sensetaler aus. Mit seiner Technik und guten Ballabdeckung brachte er die Abwehr der Emmentaler immer wieder in brenzlige Situationen und schuf für Müller Freiräume, der zunächst aber kein Tor erzielen konnte. Berger bekundete indes Mühe mit seiner Position als Spielmacher und blieb während der gesamten Partie eher unter seinen Möglichkeiten. Die Trainercrew der Gäste muss sich Gedanken machen, wie sie in nächster Zukunft diese Problemposition besetzen will. Die Westberner besannen sich ihrer Stärken und versuchten, über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Schwarz konnte sich immer wieder lösen und sorgte mit seinen Flanken für einen erhöhten Adrenalinspiegel in der Abwehrreihe des Heimteam. Die grösste Tormöglichkeit besass Calogiuri in der 33. Minute, sein Schuss konnte der souveräne Ersigen-Hüter vereiteln. Es gab einige grosse Lücken im Mittelfeld der Laupener, aber mit vereinten Kräften gelang es, das Unentschieden in die Pause zu retten.

Führung nicht gehalten
Da die Ersiger ohne Ersatzspieler antraten, schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Kräfte sie verlassen würden. Diese Vermutung sollte aber sich aber in den zweiten 45 Minuten nicht bewahrheiten. Kurz nach der Pause eröffnete das Heimteam das Skore, postwendend konnte Müller ein verunglückter Rückpass ausnützen und wieder den Gleichstand herstellen. In den folgenden 15 Minuten sah man die beste Phase der Laupener, die Rochade Müller/Berger schien sich auszuzahlen. Mit ihrem Kurzpassspiel setzten sie die Emmentaler unter Druck, nach 62 Minuten wurde Schwarz rüde von den Beinen geholt. Den nachfolgenden Strafstoss verwerte Calogiuri gekonnt! Die Freude wahrte aber nur kurz, es entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. Die verletzungsbedingten Wechsel (Rüfenacht&Calogiuri) wirkten sich fatal aus, die Sicherheit in der Defensive ging verloren, Unordnung machte sich im Spiel der Laupener breit. Insbesondere bei Standardsituationen wurde dieser Mängel sichtbar, praktisch bei jeder solcher Aktion waren die Ersiger als Erste am Ball. Den erneuten Führungstreffer konnte der kämpferisch überzeugende Ganeshan ausgleichen, danach brachen die Gäste aber ein. Alle Zweikämpfe gingen verloren, einmal mehr machte sich das Fehlen eines Leaders bemerkbar. Dem Pressing der Emmentaler hatten die Sensetaler nichts entgegen zu setzen, der Doppelschlag bedeutete die Entscheidung. Zwei Schüsse aus 19 Meter landeten im Tor, niemand hinderte die Ersiger bei ihren Angriffsbemühungen. Die Moral der Gäste war gebrochen, eine Reaktion blieb aus.

Die Westberner waren nahe an einem Punktgewinn, doch sind die Strukturen innerhalb der Mannschaft noch zu fragil, um eine Führung zu verteidigen. Wälchli, Schwarz und Müller warteten mit einer guten Leistung auf, doch fehlt ein Spieler, der Verantwortung übernimmt und das Team in heiklen Momenten zusammenhält. Trotzdem sollte optimistisch in die Zukunft geblickt werden, es liegt einiges Potential brach. Als störend erweist sich, dass immer wieder dieselben Fehler zu unnötigen Verlusttreffern führen. Nächstes Wochenende in Länggasse haben die Sensetaler die Möglichkeit (die Pflicht), weitere Fortschritte zu erzielen!

 

A.S. Ital Fulgor Belp- FC Laupen 2:1 (1:0)

Mühlematt: 25 Zuschauer
SR: Bieri (Münchenbuchsee)
Tore: 41.1:0, 63. 2:0, 76. Schwarz 2:1

Laupen: Geissbühler; Merz, Läderach, Berger, Locher (65. Stämpfli); Wälchli, Fluri (45. Scheidegger), Brechbühler, Schwab (56. Idrizi); Müller, Schwarz

Laupen ohne Bovey, Henschel, Stulz (alle verletzt), Rüfenacht (Ferien), Ganeshan, Kurmann, Udry (alle abwesend), Binggeli (Militär), Leuenberger, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot) R.&M. Luginbühl (Unihockey)

Cornerverhältnis: 7:4
90. Geissbühler pariert Penalty
91. Fulgor verschiesst Penalty


Unkonzentriertheiten kosten Punkte
Die in der ersten Hälfte dominierenden Italo-Belper konnten 3 Punkte ins Trockene bringen. Die Gäste verpassten es, dem stark abbauenden Heimteam ein Unentschieden abzutrotzen.

RB: Die Laupener waren nach dem Debakel in Radelfingen in der Pflicht, das schwache Abschneiden im Seeland musste korrigiert werden. Leider konnten die spärlich erschienen Zuschauer keine Reaktion erkennen. Ausser Geissbühler, Berger, Läderach und der dominant aufspielende Brechbühler konnte kein Sensetaler sein gewohntes Potential abrufen. Insbesondere die beiden Aussenverteidiger Merz und Locher hatten immense Probleme, die Stürmer der Belper zu kontrollieren. Dazu gesellten sich haarsträubende Stellungsfehler und Fehlzuspiele. Die Gäste konnten sich bei Geissbühler, Berger und Läderach bedanken, dass sich nicht schon zu Beginn der Partie entscheidend in Rücklage geraten waren. Es gelang den Laupener nicht, ein Kombinationsspiel aufzubauen, vieles blieb Stückwerk, oft gingen Bälle leichtfertig verloren, man unterliess es, die Breite des Spielfeldes auszunützen. Die physisch überlegenen Belper übten einen hohen Druck aus und kamen über die Seiten immer wieder gefährlich vor das Gehäuse der Gäste. Es schien, als ob einige Laupener schon früh den Glauben verloren, aus Belp Punkte zu entführen. Die ständigen Wechsel von Spielern im Aufbau der Sensetaler machten sich gravierend bemerkbar. Fluri auf der "Scheibenwischerposition" hatte bei seinen Comeback einen rabenschwarzen Tag eingefangen und wurde zur Pause durch Scheidegger ersetzt. Die unzähligen Angriffsbemühungen der Gürbetaler wurden in der 41. Minute belohnt. Nach einem Wirrwarr in der Verteidigung tauchte ein Stürmer alleine vor Geissbühler auf und konnte ohne Probleme zum 1:0 einschieben. Die ganze Szenerie der ersten Halbzeit erinnerte stark an die Ereignisse in Radelfingen. Glücklicherweise beorderte der Schiri kurze Zeit später beide Mannschaften in die Pause!

Deutliche Steigerung
Es scheint, dass der Pausentee den Laupener neue Kräfte verleiht. Ähnlich wie in der letzten Partie starteten die Gäste wie verwandelt in die zweite Halbzeit. Sie begriffen, dass gegen das Heimteam durchaus Punkte zu gewinnen wären, jedoch nur mit geschlossener Mannschaftsleistung und einer deutlichen Reduktion der Fehlzuspiele. Die zuvor isolierten Spitzen Schwarz und Müller konnten sich besser in Szene setzen und hatten dank ihrer Wendigkeit und Ballsicherheit mehr Tormöglichkeiten zu verzeichnen. Die Chancenauswertung bleibt aber weiterhin ein Sorgenkind der Blunier-Equipe, in Zukunft muss konsequenter der Abschluss gesucht werden. Entgegen dem Spielverlauf erzielte Fulgor das vorentscheidende 2:0. Die immer mehr abbauenden Belper zogen sich in ihre eigene Hälfte zurück und versuchten, den Vorsprung über die Runden zu bringen. Erfreulicherweise zeigten die Gäste Moral und gaben sich mitnichten geschlagen. Den verdienten Anschlusstreffer, nach einem Gewühl im Strafraum, durch Schwarz, eröffneten den Sensetaler neue Perspektiven. Alle Bemühungen fruchteten nicht, im Gegenteil, nach einem Konter konnte der enttäuschende Merz seinen Gegenspieler nur noch regelwidrig stoppen. Den anschliessenden Penalty parierte der hervorragende Geissbühler mirakulös! 30 Sekunden später, verursacht durch eine erneute Unkonzentriertheit Stämpflis, musste der Schiri wieder auf Strafstoss entscheiden, doch auch dieser Ball fand den Weg ins Tor nicht. So blieb es beim knappen 2:1 für die Gürbetaler!

Weshalb die Akteure aus Laupen in den ersten 45 Minuten es nicht schaffen, ihre Fehlerquote in einem vernünftigen Masse zu halten, bleibt unerklärlich. Der jungen Mannschaft fehlt weiterhin eine Leaderfigur in der Kreativabteilung, auf Brechbühler muss in Zukunft wohl verzichtet werden, da die Senioren ihre Meisterschaft in Kürze aufnehmen werden. Die Westberner tun gut daran, in Zukunft als Einheit aufzutreten, ansonsten rücken weitere Punktgewinne in weitere Ferne!

 

SC Radelfingen- FC Laupen 6:1 (4:0)

Au: 45 Zuschauer
SR: Ruefer (Lengnau)
Tore: 25. 1:0, 37. 2:0 (Penalty), 41. 3:0, 45. 4:0, 69. 5:0, 85. J.C. Bovey 5:1, 90. 6:1

Laupen: Müller; Udry (68. Merz), Rüfenacht, Stämpfli, Binggeli; Wälchli, Kurmann, Sorg (45. Schwarz), Schwab (56. Locher); Holzer, J.C. Bovey

Laupen ohne M. Bovey, Henschel, Stulz (alle verletzt), Geissbühler (Schule), Fluri (abwesend), Ganeshan, Leuenberger, Scheidegger, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot)

Cornerverhältnis: 7:3
38. Lattenschuss Radelfingen
Verwarnungen: 27. Radelfingen, 36. Udry (Grobes Spiel)


Diskussionslose Niederlage
Die überlegenen Gegner aus dem Seeland haben den Match innerhalb von 25 Minuten entschieden. Die Laupener konnten dem Tempospiel nichts entgegensetzen und mussten froh sein, nicht noch höher verloren zu haben.

Die Sensetaler traten ihre Reise nach Radelfingen optimistisch an, haben sie doch einen guten Saisonstart erwischt und könnten mit einem Vollerfolg auf den 5. Rang vorstossen. Das würde neuer Teamrekord bedeuten! Das Heimteam aus dem Seeland präsentierte sich sehr ambitioniert. Schon zu Beginn sorgten sie für erhöhte Torgefahr vor Goalie Müller. Nach einigen Minuten konnten die Laupener das Geschehen aber beruhigen und kamen ihrerseits zu einigen Tormöglichkeiten, die den Weg ins Tor aber nicht fanden. Ab der 25. Minute war es aber um die Westberner geschehen. Sie konnten sich aus der Umklammerung des Heimteams nicht mehr lösen und verstanden es nicht, die Seeländer im Mittelfeld entscheidend zu stören. Immer wieder konnten die beiden zentralen Mittelfeldspieler die Stürmer mit präzisen Pässen in die Tiefe lancieren, die mit ihrer Schnelligkeit keine Mühe hatten, die Verteidiger der Laupener abzuschütteln. Der bedauernswerte Müller musste bis zur Pause 4 Treffer einkassieren, ohne seine Paraden hätte das Resultat um einige Einheiten höher ausfallen können. Unglaublich wie sich die Gäste in diesen Minuten präsentierten! Es herrschte keine Ordnung, man war einfach nicht bereit, sich gegen das Desaster aufzulehnen. Glücklicherweise unterbrach die Pause die Demonstration der Seeländer, wer weiss, wie viele Tore sie sonst noch erzielt hätten!

Reaktion in der 2. Halbzeit
Der sichtlich mit seiner Leistung unzufriedene Sorg wurde zur Pause ausgewechselt, der junge Schwarz konnte mit gelungenen Aktionen weiteres Selbstvertrauen tanken. Es war jedem Spieler in der Pause klar geworden, dass die gezeigte Leistung miserabel und zwingend eine Reaktion gefordert war. Die Laupener konnten sich fangen. Es gelang ihnen, die Bälle in ihren Reihen zirkulieren zu lassen und mit schönen Kombinationen Torgefahr zu erzeugen. Das Heimteam nahm seinerseits Tempo aus dem Spiel und so entwickelte sich eine ausgeglichene Affiche. Zuweilen kam es zu einigen gehässigen Szenen, insbesondere Udry hatte Glück, das Spiel nicht aufgrund einer Roten Karte verlassen zu müssen. Man konnte jedoch eine Reaktion der Laupener erkennen, waren sie bemüht, ihre schlechte Performance der ersten Halbzeit zu korrigieren. Sie begannen zu kämpfen und versuchten mit allen Mitteln, noch zu einem Torerfolg zu kommen. Bovey interpretierte die Rolle als Spielmacher erstaunlich gut, und ihm war es vergönnt, den Ehrentreffer zu erzielen. Leider konnten die Laupener das Skore in der zweiten Halbzeit nicht ausgeglichen halten, schossen die Seeländer in der 90. Minute noch das 6:1.

Es ist keine Pflicht, gegen diesen athletisch und spielerisch überlegenen Gegner zu Punkten zu kommen, doch eine desolate Leistung wie die letzten 20. Minuten der ersten Hälfte darf in Zukunft nicht mehr vorkommen. Ansonsten laufen die Sensetaler Gefahr, auch gegen schwächere Mannschaften den Kürzeren zu ziehen. Es gilt nun, diese Schlappe zu vergessen und sich auf die Nachholpartie gegen Ital-Fulgor zu konzentrieren. In dieser insgesamt ausgeglichenen Gruppe ist einiges möglich, und die Laupener haben in den ersten Partien gezeigt, dass sie mehr zeigen können als dies gegen Radelfingen der Fall war!



FC Laupen - FC Utzenstorf b 2:2 (2:1)

Gillenau: 30 Zuschauer
SR: Bracher (Zollikofen)
Tore: 16. 0:1, 26. Brechbühler (Schwarz) 1:1, 44. Gerber (Penalty) 2:1, 59. 2:2

Laupen: Ruprecht; Udry, Scheidegger, Stämpfli, Merz; Schwarz, Kurmann, Brechbühler, Saliaj (78. Ganeshan); Gerber, Holzer

Laupen ohne Bovey, Henschel, Stulz (alle verletzt), Geissbühler (Schule), Locher, Rüfenacht, Schwab (alle abwesend), Leuenberger, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot), Binggeli, Fluri, Wälchli (alle nicht spielberechtigt) Buthey (nicht eingesetzt)

Cornerverhältnis: 6:1
Keine Verwarnungen!


2 Punkte verloren!
In einer einseitigen Partie haben es die Laupener nicht verstanden, ihr klares Chancenübergewicht in Tore umzumünzen. Sie mussten sich mit einem Reims zufrieden geben.

Der FC Laupen hatte Personalsorgen zu beklagen. Die Lücken wurden durch Mitglieder der Seniorenmannschaft gefüllt, die es ausgezeichnet verstanden, sich in die dritte Mannschaft zu integrieren. Einmal mehr musste aus den erwähnten Gründen die Aufstellung umdisponiert werden, doch schien das den Spielfluss des Heimteams keineswegs zu beeinflussen. Wie in den Partien zuvor starteten die Laupener sehr dynamisch und erarbeiten sich Tormöglichkeiten, die durch die Spitzen Holzer und Gerber ausgelassen wurden. Mit ihrem ersten Angriff konnten die Gäste aus dem Emmental die Führung erzielen. Den Utzenstorfern wurde im Mittelfeld zuviel Raum gewährt und bei der anschliessenden Flanke konnte der gegnerische Angreifer unbehelligt zum 0:1 einschieben. Dem Publikum war jedoch klar, dass es sich nur um Minuten handeln konnte, bis der Ausgleich fallen würde. In der 26. Minute konnte Brechbühler, nach einem Corner von Schwarz, mit einen unhaltbaren Kopfball das Skore für das Heimteam eröffnen. Es folgten nun Tormöglichkeiten im Minutentakt, doch weder der kämpferisch vorbildliche Holzer, noch Schwarz und Gerber konnten die teils hervorragenden Chancen zum verdienten Führungstreffer verwerten. Die Gäste konnten sich aus der Umklammerung nicht mehr lösen und hatten sich bei ihrem sicheren Schlussmann zu bedanken, dass es immer noch 1:1 hiess. Kurz vor dem "Pausentee" wurde ein klares Handspiel durch den Unparteiischen geahndet. Den anschliessenden Strafstoss verwertete Gerber souverän. 60 Sekunden später wurde der Torschütze regelwidrig vom Ball getrennt, doch unterliess es Schiri Bracher, erneut auf Penalty zu entscheiden.

Versäumnisse bestraft
Die Taktik nach der Pause war klar. Die Gäste mussten mehr unternehmen, um einen Punkt aus Laupen entführen zu können. Doch wie bereits in der ersten Halbzeit hatte die Gillenau-Elf das Spielgeschehen unter Kontrolle. Sie waren jedoch nicht mehr so drückend überlegen, doch hatte man nicht das Gefühl, dass die Partie noch kippen könnte. Doch das Gegenteil traf ein! Mit ihrem ersten Angriff kamen die Emmentaler zu eine Torerfolg, wie die heilige Maria zu ihrem Kinde. Nach einem klaren Foul, Torhüter Ruprecht wurde der Ball aus den Händen geschlagen, musste der Utzenstorfer Stürmer den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Dieser Torerfolg war wie ein Schlag ins Gesicht der Laupener, der Schock sass tief, sie verstanden es in der Folge nicht mehr, ihre technischen und läuferischen Vorteile auszuspielen. Sie versuchten, das Spiel durch die Mitte zu fokussieren, was sich als falsche Strategie erweisen sollte. Die Gäste beschränkten sich mit dem Verteidigen des Unentschiedens und kamen zu wenigen, aber gefährlichen Konterangriffen. Die Nerven der Blunier-Equipe begannen zu flattern, man musste noch das Schlimmste befürchten. Wiederum Holzer konnte von gekonnten Zuspielen nicht profitieren, doch mit zunehmender Spielpraxis dürfte der Frauenkappeler in Zukunft solche Möglichkeiten ohne Mühe verwerten. Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung den Laupener in die Gesichter geschrieben, hatten sie doch die grosse Möglichkeit verpasst, mit einem Sieg ins obere Mittelfeld aufschliessen zu können.

Dieses Unentschieden, obwohl ein Sieg hätte resultieren müssen, sollte der Equipe Mut machen. Sie begriff es, über weite Strecken der Partie, den Gegner in Schach zu halten und zusätzlich hochkarätige Chancen zu erarbeiten. In der ausgeglichenen Gruppe 5 scheint vieles möglich zu sein, nur müssen die Laupener noch vermehrt an ihre Stärken glauben, damit sie im entscheidenden Moment reüssieren können. In Radelfingen bietet sich die Möglichkeit, das Verpasste nachzuholen und mit einem Sieg auf Rang 5 vorzurücken, eine Position, welche die dritte Mannschaft des FCL noch nie innehatte!

 

FC Grünstern Ipsach - FC Laupen 2:3 (1:3)

Sportplatz am See: 25 Zuschauer
SR: Kurti (Biel)
Tore: 6. Locher 0:1, 14. 1:1, 16. R. Gutknecht (Idrizi) 1:2, 41. Idrizi (Udry) 1:3, 65. 2:3

Laupen: Geissbühler; Udry (80. Merz), Läderach, Stämpfli, D. Gutknecht; Idrizi, Meli, Beyeler, Locher (45. Schwab); R. Gutknecht, Schwarz (68. Ganeshan)

Bemerkungen: Laupen ohne Bovey, Henschel, Stulz (alle verletzt), Kurmann (Ferien), Rüfenacht (abwesend), Leuenberger, S. Meli, Scheidegger, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot), Binggeli, Fluri, Wälchli (nicht spielberechtigt), M.&R. Luginbühl (Unihockey)
Cornerverhältnis: 3:8
Keine Verwarnungen!
60. Pfostenschuss R. Gutknecht

"Irgendeinisch fingt z'Glück eim"
Der Erfolgssong von Züri West ist ebenfalls für Laupen zutreffend; sie konnten ihr Potential in einen verdienten Sieg umwandeln. Die Sensetaler hatten noch eine Rechnung vom Vorbereitungsspiel gegen die Seeländer offen, die unbedingt beglichen werden wollte. Die hervorragenden Terrainverhältnisse schienen die Laupener zu beflügeln, sind sie doch mit der heimischen Gillenau alles andere als verwöhnt! Wie schon gegen Ostermundigen wirkten die Laupener zu Beginn sehr konzentriert und rissen das Spieldiktat in ihre Hände. Das Resultat war ein früher Treffer durch Oldie Locher, der im dritten Anlauf das Leder im Tor unterbringen konnte. Das Heimteam wirkte geschockt, die Westberner wollten die Verunsicherung ausnützen und forcierten ihre Angriffsbemühungen. Entgegen dem Spielverlauf konnte Grünstern den Ausgleich bewerkstelligen (offsideverdächtig), doch blieb die Freude nur von kurzer Dauer. Eine herrliche Flanke von Idrizi konnte R. Gutknecht durch einem sensationellen Flugkopfball zum erneuten Führungstreffer abschliessen. In der Folge bauten die Gäste wieder ein wenig ab, es kam zu einigen Fehlzuspielen, die den Rhythmus im Spiel unterbrachen. Trotzdem hatten die Laupener noch einige Torgelegenheiten, doch erst in der 41. Minute konnte Idrizi eine schöne Vorlage von Udry mit einem Schlenzer zum 3:1 abschliessen. Die Gäste hatten die Partie unter Kontrolle, die Ipsacher fielen nur durch gegenseitige Beschuldigungen auf.

Gelungenes Debüt von Geissbühler
Die Devise der Gäste war klar, man wollte so rasch als möglich den entscheidenden Treffer zum 4:1 erzielen und danach den Sieg sicher nach Hause bringen. Den Sensetaler gelang es jedoch nicht, den Schwung aus der ersten Hälfte mitzunehmen. Da die Seeländer alles andere überzeugten, entwickelte sich zunehmend eine triste Partie. Die Laupener konnten ihre wenigen Chancen nicht verwerten, das Heimteam wurde durch die sichere Abwehr jederzeit unter Kontrolle gehalten. Wie aus heiterem Himmel fiel der Anschlusstreffer für Grünstern, eine Unkonzentriertheit im Mittelfeld führte zu einem Ballverlust, der sich fatal auswirkte. Das Mittelfeld wirkte nicht mehr so kompakt wie in der ersten Hälfte, es schien, als hätten einige Akteure zu viel Energie verloren. Zwingende Chancen konnten sich in der Folge keine der Mannschaften erarbeiten, doch die letzten 10 Minuten hatten es in sich. Die Seeländer bliesen zum Generalangriff, die Laupener hatten es ihrem Torhüter Geissbühler zu verdanken, dass der Ausgleichstreffer nicht gefallen ist. Geissbühler überraschte mit phänomenalen Paraden, in dieser Verfassung kann sich der Keeper zu einer wichtigen Stütze der jungen Equipe entwickeln. Der Sieg war schlussendlich verdient und die Spieler konnten ihre ersten drei Punkte der noch frischen Saison genüsslich feiern.

In dieser Equipe steckt zweifellos viel Talent, mit ihrer Schnelligkeit und Ballfertigkeit können zweifellos weitere Punkte ergattert werden. Die Spieler müssen aber noch lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und bei Fehlern nicht den Mitspieler als Alleinschuldigen zu betiteln. Mit jeder zusätzlichen Partie wird sich das Zusammenspiel verbessern, erste Ansätze konnten erkannt werden, die weitere Entwicklung des Teams darf mit Spannung verfolgt werden.

 

FC Laupen-FC Ostermundigen 0:2 (0:0))

Gillenau: 30 Zuschauer
SR: Segura (Langenthal)
Tore: 83. 0:1, 90. 0:2

Laupen: S. Meli; Udry (59. Locher), Rüfenacht, Chiappetta, Gutknecht; Idrizi, R. Meli, Carbotti, Saliaj (80. Ganeshan); Schwarz (68. Schwab), Ajre

Bemerkungen: Laupen ohne Bovey, Geissbühler, Henschel, Merz, Stulz (alle verletzt), Kurmann (Infernotriathlon), Stämpfli (Ferien), Leuenberger, Scheidegger, Stettler, Weber (alle nicht im Aufgebot), Binggeli, Fluri, Wälchli (keine Spielerlaubnis)
80. Gelbe Karte Ajre (Reklamieren)
Cornerverhältnis: 6:1

Erneute Schlappe gegen Erzrivale
Die neue Saison hat mit einer Niederlage für die unglücklich kämpfenden Sensetaler begonnen. Die zuweilen harzige Partie hat nur wenige gelungene Aktionen offenbart. Die dritte Mannschaft musste, bedingt durch neue Verhältnisse zwischen den Aktivmannschaften, mit einer völlig neuen und jungen Equipe gegen Ostermundigen antreten. Die hinderte die Laupener aber nicht, schon zu Beginn das Zepter in ihre Hände zu legen. Sie begannen die Partie druckvoll und versuchten, das Spiel über die Aussenbahnen zu lenken. Die Jungspunde Idrizi und Saliaj konnten ihre Gegenspieler mehrmals überlaufen und sorgten mit präzisen Flanken für höchste Torgefahr, leider konnten die Laupener die Chancen nicht verwerten. Mit fortlaufender Dauer flachte die Partie immer mehr ab, Abschlussversuche blieben Mangelware, beide Mannschaften neutralisierten sich in der Mittelzone. Der herausragende Rico Meli verstand es ausgezeichnet, die offensiven Kräfte der Vorstädter aus dem Spiel zu nehmen. Die wenigen Angriffsbemühungen Ostermundigen konnte die sichere Abwehr Laupens ohne Probleme abwehren. Zu Diskussionen führte die schwache Leistung des Unparteiischen, der ein klares Zurückhalten Ajres, er konnte alleine auf das gegnerische Tor ziehen, mit keiner Karte belegte. Auch die vielen Unsportlichkeiten der Ostermundiger wurden vom Schiri immer toleriert, er schien seine Karten zu Hausen vergessen zu haben! Kurz vor der Pause kam die Laupener noch zu einer grossen Tormöglichkeit, Ajre konnte erneut nicht verwerten.

Schnitzer von Chiappetta
Nach der Pause sah man eine entschlossene Laupener Mannschaft, welche unbedingt den Führungstreffer erzielen wollte, doch weder Ajre (der begnadete Stürmer muss sich konditionell verbessern) noch Idrizi konnten den Ball in den gegnerischen Maschen versenken. Mit Fortdauer der Partie kamen der FCO immer besser ins Spiel, aber auch sie konnten ihre Chancen nicht verwerten. Es deutete alles auf ein typisches Nullnummer hin, der Match verflachte erneut, zwingende Aktionen konnte man keine erkennen. Nach einem Abstoss sieben Minuten vor dem Ende kam Ostermundigen zu einer glasklaren Tormöglichkeit, denn der zuvor tadellose Chiappetta unterlief den Ball und konnte den schnellen Stürmer nicht mehr bremsen, der anschliessend keine Mühe hatte, den Ball im Tor zu versenken. Die Sensetaler versuchten es mit der Brechstange, wollten sie doch unbedingt den Ausgleich erzielen. Idrizi hatte die grösste Möglichkeit, doch wie in der abgelaufenen Saison waren die Laupener vor dem Tor zu wenig kaltblütig. In der Nachspielzeit erzielten die glücklichen Ostermundiger mit einem sehenswerten Konter das entscheidende 0:2.

Die bunt zusammen gewürfelte Mannschaft aus Laupen konnte ihr mangelndes Kombinationsspiel nicht verbergen, oft kam es zu Fehlpässen. Dem Team kann jedoch kein Vorwurf gemacht werden, sie kämpften unverdrossen weiter und waren bestrebt, den Sieg zu realisieren. In den Reihen des Heimteams hat es viele junge Talente, die sich im Verlaufe der Saison zu steigern vermögen. Die Chance, die letzte Saison punktemässig zu übertreffen, ist besser denn je!