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Klubmagazin August 2009
Diese Rückrunde war wirklich phänomenal, wir haben gegen alle Spitzenteams in unserer Gruppe gewonnen und unsere definierten Ziele erreicht.
Was sind die Gründe, die uns einen solchen „Lauf“ ermöglichten?
Mit Sicherheit die ganze Vorbereitungsphase zur Rückrunde, beispielsweise beim Hallenturnier in Gümligen, wo diverse Spieler ihre individuelle Klasse zum Ausdruck brachten und wir nur knapp die Zwischenrunde verpassten. Auch die intensiven Trainingslektionen im Februar auf der Gillenau, wo es vor allem darum ging, uns eine gute Basis zu holen, waren hervorragend besucht. Anschliessend folgte das Trainingslager in Benidorm. Die hohe Anzahl der Teilnehmenden war bereits ein voller Erfolg, zudem wirkte sie sich auch auf das ganze Tätigkeitsprogramm während dem Lager aus. Wir konnten unser Spielsystem festigen und in den zwei Trainingsspielen gegen gute Gegner testen. Auch zwischenmenschlich hat die Gruppe in diesen fünf Lagertagen einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, was sicher auf und neben dem Platz zur hervorragenden Rückrunde beigetragen hat.
Ein Glanzpunkt der zweiten Saisonhälfte war das Spiel der vierten Cuprunde gegen den Zweitligisten Grünsten Ipsach, bei welchem kein Klassenunterschied bestand, die Mannschaft eine herausragende Partie ablieferte und der sogenannte „Fussballgott“ uns einfach nicht hold war (das Spiel ging leider 0:1 verloren). Es war eine Spiel, bei der die Mannschaft ihr vorhandenes Potential angedeutet hat. Wie weit sie sich noch entwickeln kann, wird die Zukunft zeigen, ich bin jedoch der Meinung, dass da ist noch einiges im Verborgenen liegt. Das Team war auch in der Lage, in gewissen Phasen der Spiele die Gegner zu kontrollieren und den Rhythmus zu bestimmen. Der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders war ein wichtiger Bestandteil des Höhenflugs, es offenbarte mehr Möglichkeiten, gewisse Positionen punktuell besser zu besetzen. Führungsspieler braucht es in jeder Mannschaft, man kann sie nicht einfach so bestimmen, die Fähigkeit dazu ist in gewisser Weise angeboren und wird von der Person in der Regel spontan wiedergegeben. In dieser Beziehung haben sich einige Spieler in der letzten Saison äusserst positiv in den Vordergrund gespielt. Der vierte Rang in der Schlusstabelle und fünf Punkte hinter dem Aufstiegsplatz machen deutlich, dass wir in dieser Liga wieder voll mitspielen können.
Die letzten fünf Jahre haben mir als Trainer der ersten Mannschaft enorm viel gebracht, sei es zwischenmenschlich, wo man ständig gefordert ist oder die immer wiederkehrende Herausforderung, neue, mehrheitlich junge Spieler einzubauen. Nun übergebe ich die Mannschaft an Michel Knutti, ein Team, welches mir persönlich sehr viel gegeben hat und eine intakte Gruppe ist.
Ich bin der Meinung, dass der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel optimal ist und für alle Beteiligten wieder eine echte Herausforderung darstellt. Mit meiner neuen Tätigkeit als Sportchef möchte ich in erster Linie die Vorgaben meines Vorgängers weiterführen und die Ziele des gesamten Vorstandes erfüllen. Mein Dank gilt vor allem den Spielern der ersten Mannschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und dem Vorstand, der mich in dieser Zeit immer unterstützt hat.
Otto Glauser
Klubmagazin März 2009
Nach einem spektakulären 5:0 im entscheidenden, letzten Saisonspiel gegen Ins und somit den Ligaerhalt in letzter Sekunde gesichert, starteten wir guten Mutes in die neue Saison. Als Hauptprobe für den Saisonstart konnten wir uns in der ersten Cuprunde gegen Wileroltigen wie erwartet warmschiessen. Endlich in die Bernergruppe umgeteilt, stand bereits im Auftaktspiel ein Derby auf dem Programm. Mit einer überzeugenden Leistung liessen wir den Gästen aus Thörishaus keine Chance und siegten verdient mit 5:1. Im zweiten Match duellierten wir uns gegen unsere direkten Nachbarn aus Flamatt. In einem hart umkämpften, aber stets fairen Spiel, wurde der imposanten Zuschauerkulisse einiges geboten. Nach katastrophalen und individuellen Fehlern, die in dieser Liga eigentlich nicht passieren dürfen, verloren wir trotz Aufholjagd und einem Gegentor in der letzten Minute unglücklich mit 3:4. Die weiteren Saisonspiele verliefen für uns sehr unterschiedlich. Die Höhepunkte waren dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherlich der 1:0-Auswärtssieg gegen das stark einzustufende Köniz sowie die zweite Halbzeit gegen Schwarzenburg. Nachdem wir innert kurzer Zeit mit 0:2 im Rückstand lagen, zeigten wir endlich unser wahres Gesicht und liessen das Spitzenteam aus Schwarzenburg nach dem Pausentee kaum mehr über die Mittellinie kommen. Leider blieb uns nach einem herrlichen Lattenknaller kurz vor Schluss nur ein Unentschieden. Unser schwächstes Spiel zogen wir gegen den FC Bern ein, wobei wir heillos überfordert, innert zwanzig Minuten mit 0:4 zurücklagen. Auch das letzte Spiel vor der Winterpause war resultatmässig und vor allem in disziplinarischer Hinsicht eine riesige Enttäuschung.
Schlussendlich mussten wir uns mit einem ernüchternden Platz im unteren Mittelfeld begnügen. Wir wissen aber alle, dass wir wesentlich mehr Potenzial haben. Mit einem klar reduzierten Kader, drei sinnvollen Teamergänzungen und einem offensiveren Spielsystem, das unseren Stürmern endlich die nötige Unterstützung geben soll, werden wir uns in der Rückrunde nach vorne orientieren und nochmals voll angreifen. Zudem sind wir erfreulicherweise noch im Berner Cup unter den letzten Mannschaften dabei. In der vierten Runde werden wir versuchen, gegen den Zweitligisten aus Grünstern uns so teuer wie möglich zu verkaufen. In der Hallensaison konnten wir uns zudem am Turnier in Gümligen gegen höher klassierte Teams bereits gut in Szene setzen und scheiterten letztendlich denkbar knapp gegen den SC Bümpliz.
Nun verabschieden wir uns mit grosser Vorfreude vorerst ins Trainingslager Richtung Benidorm und wünschen allen einen guten Start in die Rückrunde mit vielen schönen Erlebnissen auf der Gillenau.
Die 1. Mannschaft
Bericht im Klubheft vom August 2007
Die vergangene Saison hat unserer Mannschaft klare Grenzen aufgezeigt. In der 3.Liga der 1.Stärkeklasse wurde spielerisch und physisch für unser Potential schon ein sehr hohes Niveau gespielt. Die Abgänge im letzten Sommer konnten wir in keiner Weise ersetzen. Für mich war es von Anfang an klar, dass einfach alles stimmen musste, um in dieser Liga mithalten zu können. Die Mannschaft hat es bis zuletzt versucht, den Abstieg zu verhindern und manchmal hat sehr wenig gefehlt, noch mehr Punkte zu holen. Massgebende Erfahrung, um ein Spiel über längere Zeit zu prägen, hat uns schlicht gefehlt. Herausragende Elemente die ein Spiel führen und prägen können, sind momentan noch zu wenig vorhanden. Tempomässig war die Mannschaft praktisch immer am Limit, darunter litten sicher das Kreative und vor allem die spielerischen Elemente.
Manches Spiel wurde angepfiffen und jeder wusste irgendwo im Unterbewusstsein, wir wollen nur den Schaden möglichst im Rahmen behalten. Das ging extrem an die Substanz und die Frage stand immer im Raum, wie viel können wir aus dieser Saison profitieren. Man spricht auch von mangelnder Routine und die bekommt man nur mit vielen Erfahrungen aus Wettkämpfen und guten Trainingslektionen. Die Zukunft wird es zeigen, die neue Saison beginnt schon bald und wir müssen uns wieder irgendwo einordnen.
Als Trainer, Übungsleiter und Motivator war ich ehrlich gesagt, zeitweise auch an Grenzen gestossen. Ich bin auf jeden Fall um eine wertvolle Erfahrung reicher geworden. Für mich ist die momentane Situation immer noch eine grosse Herausforderung, die Mannschaft und das Kader ist jung und entwicklungsfähig. Wir wollen gemeinsam versuchen, mit viel Freude am Spiel wieder etwas zu bewegen.
Auch neben dem Platz hat sich einiges getan. Housi Scheidegger hat es verstanden seine Amtszeit mit einem gut bestückten, motivierten neuen Vorstand abzuschliessen. Housi hat in den letzten zehn Jahren enorm viel für diesen Verein geleistet, das verdient viel Anerkennung. Er bleibt uns zum Glück in einer wichtigen Funktion erhalten.
Mein Dank gilt all denen, die uns immer treu zur Seite stehen, auch in sportlich schlechteren Zeiten.
Öttu Glauser
Bericht im Klubheft vom April 2007 von Mischa Felber
Die Geschichte der Herbstrunde 2006 ist aus Sicht der ersten Mannschaft schnell erzählt. Nach einer kurzen und intensiven Vorbereitung starteten wir wie im Vorjahr mit dem Auswärtsspiel gegen Prishtina. Anders als vor Jahresfrist (1:5) konnte mit einer soliden aber keinesfalls berauschenden Leistung der erste Punkt eingefahren werden. Rund 76 Tage später wurde der FC Utzenstorf im letzten Spiel der Vorrunde mit 1:0 bezwungen. Daraus resultierten die Punkte Zwei bis Vier. Dazwischen lagen zehn sieg- und punktelose Partien, die an Teamgeist, Nerven und Substanz jedes Einzelnen deutliche Spuren hinterliessen. In dieser schwierigen Zeit geschah viel – und im Prinzip doch nichts – in und um Laupens Fanionteam.
Vom 14. bis am 18. März gastierte die Truppe um Trainer Öttu Glauser, Teammanager Cedric Jüni und Präsident Housi Scheidegger im sonnigen Cala Millor an der Ostküste Mallorcas. Mit zwei Trainingseinheiten täglich, jeder Menge Sonne und viel Zeit den Teamgeist zu pflegen verbrachten die mitgereisten Spieler eine schöne Zeit auf den Balearen. Ein Höhepunkt der Reise waren die ersten 90 Sekunden des Primera-Division-Spiels RCD Mallorca gegen Real Betis Sevilla. Das Heimteam führte nach dieser kurzen Zeit im schmucken ONO Estadi bereits mit 2:0 – die restliche Spielzeit hätte man sich aus fussballerischer Sicht schenken können. Aufregung kam in der Folge nur noch sporadisch auf. Unser Präsi beobachtete das aus seiner Sicht ziemlich angeheiterten Teufel, das Maskottchen Mallorcas, bei seinen unzähligen Versuchen die Fans zu animieren. Fazit: Nüsschenknabbern und Fachsimpeln hat keine Stimmung zur Folge. Ein weiterer Höhepunkt war der kreischende Adi, welcher sich bei der Einwechslung des blonden Engels Maxi Lopéz verhielt wie ein fünfzehnjähriges Teenie aus dem katholischen Mädcheninternat, wenn Bill von Tokio Hotel die Bühne betritt.
Die erste Mannschaft ist in der aktuellen Konstellation entgegen vielen externen Meinungen eine intakte Gruppe. Nach einer soliden Vorbereitung ist es möglich in der Rückrunde zahlreiche Punkte zu sammeln und die Rote Laterne abzugeben. Weitere Worte sind überflüssig – wir wollen Fussball spielen. Wir freuen uns auf die notwendige Unterstützung während unserer Heimspiele.
Im Namen der 1. Mannschaft
Mischa Felber